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Wirtschaft: Ormazabal baut in Krefeld 70 Jobs ab

Wirtschaft : Ormazabal baut in Krefeld 70 Jobs ab

Im September war noch von 50 Arbeitsplätzen die Rede, die gestrichen werden sollen.

Krefeld. Voraussichtlich 70 Arbeitsplätze will der Energieanlagenbauer Ormazabal am Krefelder Standort Am Neuerhof abbauen. Es gehe hauptsächlich um den Fertigungsbereich. Zurzeit würden Verhandlungen mit dem Betriebsrat geführt. Das Unternehmen entwickelt einen Sozialplan, um einen Ausgleich für die betroffenen Arbeitnehmer zu schaffen. Der Betriebsrat arbeitet — mit Unterstützung von Vertretern der Gewerkschaft IG Metall — an Alternativen zu Stellenstreichungen. Die WZ hatte im vergangenen September von den Abbauplänen der Geschäftsführung berichtet. Damals war die Rede noch von rund 50 Jobs gewesen.

Zusammen mit rund 50 Zeitarbeitern sind nach Informationen der WZ rund 300 Menschen in den Firmen Anlagentechnik und Vertriebsgesellschaft beschäftigt.

Aktuell spricht das Unternehmen von einer „Umstrukturierungsphase“, die dazu beitrage, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Das Ziel sei, „den Standort an das Businessmodell des internationalen Familienunternehmens mit der Spezialisierung auf Energieverteilung anzupassen und sich auf die neuen Anforderungen und Konzepte des Marktes auszurichten“.

In die Praxis übersetzt heißt das, dass die Produktion einzelner Anlagenteile nicht mehr im Unternehmen laufen, sondern an Fremdfirmen vergeben werden soll. Die Gruppe bekenne sich „langfristig zum Standort Krefeld“. Denn Deutschland sei neben Frankreich, Spanien und China eines der vier Schlüsselländer von Ormazabal.

Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen weltweit Marktführer im Bereich „intelligente Netze“ geworden, durch seine strategische Anpassung an den Energiemarkt in den vergangenen Jahren.

Zu den Produkten von Ormazabal gehören unter anderem gas- und luftisolierte Mittelspannungsschaltanlagen, Schaltgeräte, Transformatoren und Transformatorstationen. Zuletzt hatte es in den 1990er-Jahren einen Personalabbau in dem Krefelder Unternehmen gegeben. Damals war die Lackiererei geschlossen worden.