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Ordnungskräfte und Polizei in Krefeld bei Kontrollen attackiert

Corona in Krefeld : Ordnungskräfte und Polizei in Krefeld bei Kontrollen attackiert

Bei Kontrollen der Corona-Regeln ist es in Krefeld zu Zwischenfällen gekommen. Es kam zu einer Spuck-Attacke.

Die Stadt Krefeld meldet am Montag, 10. Mai (Stand: 0 Uhr) 48 neue Corona-Infektionen. Damit steigt die Gesamtzahl auf 10.920. Genesen sind rechnerisch nach einer Corona-Infektion inzwischen 10.155 Personen, 79 mehr als am Vortag, teilte die Stadt mit.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, liegt mit der aktuellen Entwicklung bei 176,8. Am Vortag hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) diesen Wert für Krefeld mit 175,0 angegeben.

Als infiziert gelten nach Angaben der Stadt aktuell 601 Krefelder. Der Fachbereich Gesundheit meldet außerdem einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die Person starb im Alter von rund 85 Jahren im Krankenhaus. 164 Personen sind bisher in Krefeld im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben. 32 Personen aus Krefeld liegen nach einer Corona-Infektion in Krefelder Krankenhäusern, elf dieser Patienten befinden sich auf der Intensivstation, neun von ihnen werden beatmet. In Quarantäne haben sich – freiwillig oder behördlich angeordnet – bisher 31.955 Personen begeben. 50.617 Erstabstriche sind bisher vorgenommen worden, 515 davon sind noch offen.

Gemeldet worden ist jeweils ein Fall aus den Einrichtungen Hohenzollernstraße, Maria Waldrast, Arndtstraße, Kinderinsel, Oberdießemer Straße und Steckendorfer Straße. An der Gesamtschule Uerdingen sind außerdem vier weitere Corona-Fälle bekannt geworden – die Quarantäne von engen Kontaktpersonen wurde hier verlängert.

Ordnungskräfte bedroht, Polizei bespuckt

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat die Einhaltung der Corona-Regeln sichergestellt. Insgesamt 90 Personen trafen die Einsatzkräfte von Polizei und KOD im Stadtgebiet an. In 20 Fällen konnten die angesprochenen Personen keine gewichtigen Gründe zum Ausgang glaubhaft darlegen. Gegen sie wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Diese Personen müssen jeweils 250 Euro zahlen. In allen weiteren Fällen konnten nach Angaben der Stadt gute Gründe zum Ausgang glaubhaft gemacht werden.

Am Sonntagmittag gegen 11.45 Uhr kontrollierte der KOD die Einhaltung der Kontaktregeln auf dem Südwall. Dort wurden die KOD-Mitarbeiter von einem 37-jährigen Mann mit Schlägen bedroht. Er flüchtete, konnte aber mithilfe der hinzugerufenen Polizei am Südwall/Königsstraße gestellt werden. Bei der Aufnahme der Personalien bespuckte der Mann einen Polizeibeamten. Er wurde daraufhin in Gewahrsam genommen.

Bei der weiteren Kontrolle entdeckten die Einsatzkräfte eine Zuchttaube in der verschlossenen Tasche, die der Mann bei sich trug. Ihn erwarten nun Strafverfahren wegen Beleidigung, Bedrohung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Das Tier wurde der Rettung übergeben. Der Mann wurde inzwischen dem Haftrichter vorgeführt.

Bei den Kontrollen der Maskenpflicht wurde außerdem ein Mann auf einem Kinderspielplatz am Südwall auffällig, der biertrinkend und ohne Maske angetroffen wurde. Er hat sowohl gegen die Maskenpflicht wie auch gegen die ordnungsbehördliche Verordnung der Stadt verstoßen, dass Alkoholkonsum auf Spielplätzen untersagt ist. Ihn erwartet ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro.

(red)