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Oppum: Kirchplatz soll Treffpunkt werden

Christuskirche : Kirchplatz soll Treffpunkt werden

Nach der Decke der evangelischen Christuskirche wird der Bereich vor dem Gotteshaus an der Schönwasserstraße erneuert.

Der Boden auf dem großen Vorplatz der evangelischen Christuskirche an der Schönwasserstraße ist uneben, teilweise sogar abgesackt. Der Höhenunterschied beträgt an manchen Stellen 15 Zentimeter. Die Gullideckel stehen hervor, können Stolperfallen sein. Mit der alten und grauen Stein- und Betonwüste in 50-er-Jahre-Charme ist bald Schluss. Die Arbeiten für einen schön gestalteten Kirchplatz haben begonnen und sollen – wenn alles gut läuft – mit dem Ende der Sommerferien fertig sein.

„Schon jetzt, in der Corona-Zeit, haben wir auf unserem Vorplatz Gottesdienste gefeiert“, berichtet Pfarrer Martin Diederichs. „Außerdem dient er den Kindern täglich als Spielfläche.“ Die bunten Kreidekreise auf dem Boden zeugen davon. Es wird dort auch Hockey gespielt. „Wenn im Winter die Pfützen gefrieren, kann es jedoch gefährlich werden.“

Die neue Pflasterung ähnelt
dem Farbton der Kirche

Diederichs freut sich: „Es ist ein Platz der Begegnung, für Treffen im Wohnviertel. Für die sogenannte Quartiersarbeit bekommen wir von der Glücksspirale, die soziale Projekte fördert, rund 40 000 Euro. Etwa 180 000 Euro werden wir für die gesamte Maßnahme ausgeben müssen.“ Es wird nicht nur oberflächlich saniert. „Die Kanäle sind teilweise gebrochen und nicht mehr funktionsfähig. Außerdem ist der Boden abgesackt, weil darunter früher ein Wasserlauf führte. Das Wort Schönwasser kommt nicht von ungefähr. Das wird jetzt alles bearbeitet.“

Wie der etwa 400 Quadratmeter große Platz in Kürze aussehen soll, können Interessierte am Plan erkennen, der am Fenster neben der Kirche hängt. Presbyterin Almut Molls erklärt: „Der Abgang für die Jugendarbeit, der sich mitten auf dem Platz befindet, wird beseitigt. Beton und Metall werden abgebaut. An ihrer Stelle entsteht ein Sitzquadrat für Konfirmandenarbeit oder den Frauengesprächskreis, bei dem Themen über Gott und die Welt angesagt sind.“

Die niedrigen Betonmauern rund um den Platz bekommen Holzauflagen und werden so richtige Sitzmöbel, auf denen die Eltern den Kindern beim Spielen zusehen können. Diederichs: „Die neue Pflasterung ähnelt dem Farbton der Kirche. Mit verschiedenen Rottönen werden sie so verlegt, dass ein Kreuz auf dem Boden sichtbar wird. Das Grün wird aufgefrischt, es werden rund 40 Fahrradstellplätze geschaffen und die Treppe, zum Gemeindehaus hin, wird abgebaut. Dort entsteht ein behindertengerechter Zugang.“ Wenn das Wetter mitspielt, wird der Platz mit einem Open-Air-Gottesdienst eingeweiht. „Wir möchten die schwierige Corona-Zeit gut hinbekommen, zumal auch die Kirchenaustritte bei uns – im Gegensatz zu anderen Gemeinden in Deutschland – sehr moderat sind.“