Open-Air-Kino in Krefeld: Heiratsantrag und Cleo-Filmcrew begeistern

Auf der Rennbahn in Krefeld : Heiratsantrag und Filmcrew begeistern beim Open-Air-Kino

Regisseur und Schauspieler des Films „Cleo“ tauchen plötzlich vor der Leinwand an der Rennbahn auf und stehen Rede und Antwort. Anfang der Woche war es beim Krefelder Freiluftkino dagegen sehr romantisch geworden.

Eigentlich erwarten die Zuschauer die Schauspieler Marleen Lohse und Jeremy Mockridge im Film „Cleo“ auf der riesigen Leinwand. Doch dann stehen die beiden mit ihrem Regisseur Erik Schmitt auf dem Rasen davor. Die Veranstalter des Open-Air-Kinos haben sich eine Überraschung einfallen lassen.

Sie zeigen das moderne Berlin-Märchen nicht nur vor dem offiziellen Kinostart, sondern präsentieren auch noch Mitglieder der Filmcrew live. „Das ist eine Premiere, denn es ist die erste Preview mit Schauspielern hier auf der Rennbahn“, sagt Uwe Papenroth, der gemeinsam mit Volko Herdick als Veranstalter tätig ist und lächelt: „Das erhöht unseren Promi-Faktor hier. Wir experimentieren hier seit neun Jahren gerne.“

Das nächste Experiment
steht am 25. Juli an

In die Experimente bezieht er Filme von Wim Wenders ein, die einmal gute, ein anderes Mal schlechte Ergebnisse erzielten, erklärt er. „Wir hatten schon Tom Gerhardt hier, haben schon Bollywood-Filme gezeigt oder Dokumentationen und Kultfilme für Extremsportler stehen auch auf dem Programm.“

Ganz besonders gespannt ist Papenroth, wer sich in dieser Saison die Spätvorstellung am 10. August um 23.15 Uhr „Friedhof der Kuscheltiere“ nach dem Buch von Stephen King ansieht. „Mal sehen, wer sich danach in tiefer Nacht durch den Stadtwald nach Hause traut. 50 Prozent der Tickets sind verkauft.“

Doch nun ist der Film „Cleo“ angesagt. Er handelt von Touristenführerin Cleo, die sich auf die Suche nach einer magischen Uhr begibt, mit der man die Zeit zurückdrehen kann. Papenroth hebt besonders Effekte, Kameraführung und Schnitt des Regisseurs Schmitt hervor. „Es ist ein Film in Anlehnung an den Spielfilm ,Die fabelhafte Welt der Amélie`.“

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Schmitt erzählt auf die Frage des Moderators Michael Schürger: „Der Film ist eine Hommage an Berlin. Der Arbeitstitel lautete: ,Story of Berlin`. Wir zeigen auch die dunkle Seite der Stadt, tauchen in den Untergrund ein und geben besonderen Orten ihren Platz.“ Da bestehe auch die Frage: „Was macht eine Mauer mit einer Stadt?“

Dass die Titelfigur Cleo heiße, sei kein Zufall, berichtet Loohse. Klio sei eine der neun Musen der griechischen Mythologie und die Geschichtsschreiberin. „Hier vermischt sich die Geschichte mit Geschichten über Berlin.“ Dann berichtet sie dem Publikum, dass diesem Langfilm eine Trilogie aus Kurzfilmen vorangegangen sei, in denen sie auch schon mitgespielt habe.

Mockridge machte sich schon früh einen Namen im Film- und Fernsehgeschäft. In „Die Wilden Hühner“ und der „Lindenstraße“ spielte er mit und war in „Cleo“ nur für eine kleine Rolle vorgesehen. „Ich fand die Figur des Paul mit ihrem Humor aber so gut, dass ich mich selbst vorschlug. Das Casting brachte die Entscheidung, obwohl der Regisseur zuerst einen älteren Mann vorgesehen hatte.“

Großer Applaus war der Film-Crew sicher. Sie blieb auch gleich vor Ort und sah sich den eigenen Film auf ihrer Werbetour erneut mit den Gästen an. Danach standen alle noch für Gespräche mit dem Publikum und etwaige Fragen parat.

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