Oldtimer: Oldtimer rollen durch Uerdingen

Oldtimer : Oldtimer rollen durch Uerdingen

Die sechste Oldtimer-Rallye ist für die Organisatoren des Round Table Krefeld ein Erfolg: Knapp 80 alte Karossen traten die 200 Kilometer lange Fahrt von der Rhine Side Gallery in Uerdingen in die Niederlande an.

Uerdingen. Ein Rolls Royce Phantom 1 Dual Cowl Tourer aus dem Jahr 1927 und der vier Jahre jüngerer Chevrolet Superior dürften ohne Zweifel zu den Hinguckern des Tages gehören. Mehr als 100.000 Euro sind einige der Fahrzeuge wert, die bei der sechsten Oldtimer-Rallye des Round Table Krefeld-Charity Trophy zahlreiche Blicke auf sich ziehen.

Foto: Jochmann, Dirk (dj)

Knapp 80 alte Karossen treten der Reihe nach die 200 Kilometer lange Fahrt an. Dabei spielt die Geschwindigkeit keine Rolle. „Die Fahrer müssen an Wertestationen verschiedene Spiele machen, um Punkte zu sammeln“, erklärt Manuel Kölker, Präsident vom Round Table. Bei der Rhine Side Gallery in Uerdingen angefangen, geht es unter anderem auch zum ersten Mal durch die Niederlande bis hin zu Mercedes Herbrand, wo die anschließende Siegerehrung steigt.

Foto: Jochmann, Dirk (dj)

„Wir haben die Strecke vorher sorgfältig abgefahren, aber trotzdem kann immer mal etwas dazwischen kommen“, schildert Kölker und ergänzt zuversichtlich: „Darauf sind wir aber mittlerweile vorbereitet.“

Foto: Jochmann, Dirk (dj)

So ist diesmal die Wertestation 2 kurz vor Beginn abgesperrt worden und es muss improvisiert werden. Pünktlich zum Start ist jedoch ein Zugehöriger bereits vor Ort und weist den Weg zur alternativen Strecke.

Bevor die Fahrt beginnt, bleibt den Zuschauern aber auch noch genügend Zeit, um die verschiedenen Oldtimer zu bestaunen und natürlich haufenweise Fotos zu schießen. „Das sieht man hier nicht alle Tage“, sagt eine ältere Dame, die nur zufällig beim Spazierengehen vorbeikommt. „Da muss man auch mal kurz stehen bleiben“, freut sie sich und unterhält sich noch mit dem ein oder anderen Besitzer der Fahrzeuge.

„Das ist ein Liebhaber-Stück. Der ist unbezahlbar“, scherzt Roman Bühner-Lohmberg, der Besitzer eines Kaiser-Jeeps CJ-5 aus dem Jahre 1967, auf die Frage nach dem Wert seines Wagens. „Der kommt von der Schweizer Armee, da geht so schnell nichts kaputt“, sieht er einen großen Vorteil gegenüber anderen Oldtimern, die nicht ganz so unkompliziert in der Pflege sind. So muss sogar eines der Fahrzeuge kurz angeschoben werden, bis der Motor wieder anspringt und in die Rallye gestartet werden kann.

Unter den Zuschauern sind auch einige Kenner, die extra für dieses Event nach Krefeld gekommen sind. „Der ist schon etwas moderner als sein Vorgänger von der Karosserie her“, fachsimpelt ein Mann über ein vorbeifahrendes Fahrzeug und auch die kleineren Besucher lassen sich für die alten Autos begeistern. So kann sich ein kleiner Junge gar nicht entscheiden, welcher Wagen ihm am besten gefällt. Er findet: „Die sehen alle richtig cool aus.“

Auch Organisator Manuel Kölker freut sich über die hohe Teilnehmerzahl und die dementsprechend großzügig ausfallende Spende. Die 99 Euro Startgeld gehen nämlich direkt an die Krefelder Kindertafel und so kommen insgesamt um die 8000 Euro zusammen. „Viele von uns sind in dem Alter, in dem sie selber kleine Kinder haben. Da liegt es nahe, sich auch in dem Bereich zu engagieren“, sagt der Präsident des Round Tables, der selbst Vater einer Tochter ist.

„Vor diesem Hintergrund lässt es sich natürlich wieder prima über unsere Route rollen.“

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