Noch ein Neubau für die Sparkasse

Noch ein Neubau für die Sparkasse

An der Friedrichstraße baut ein Investor eine neue Filiale sowie Geschäfte.

Krefeld. Nach rund 15 Jahren Überlegungen gibt es endlich eine Lösung: Das Gebäude der Sparkasse an der Friedrich- straße wird abgerissen. Ein Investor baut eine neue Filiale für das Geldinstitut. Auf dem restlichen Gelände entsteht ein großes Geschäftshaus mit Parkflächen.

Die Developer (DDP) aus Düsseldorf zeichnen auch für den Kö-Bogen verantwortlich. In Krefeld wollen sie mit einem renommierten Kölner Architektenbüro zusammenarbeiten. An er Friedrichstraße baut DDP für die Sparkasse ein in sich abgeschlossenes Gebäude mit Kundenhalle und drei Geschossen. Hier bleibt die Sparkasse auch Eigentümer.

Auf der Fläche an der St.- Anton- und Königstraße entsteht ein Geschäftshaus mit vier Etagen, wobei die oberen zwei Parkdecks sind, die von der Königstraße aus angesteuert werden.

Bastian Julius von DDP betont, dass der Schwerpunkt der Läden auf Nahversorgung liegen soll: Lebensmittel, Drogerieartikel und Dienstleister. Es gebe aber auch Interessenten aus anderen Branchen. Julius betont, dass die Vermietung in Abstimmung mit der Stadt und deren Innenstadtkonzept geschieht.

Die Verträge mit der Sparkasse stehen kurz vor dem Abschluss, dann müssen die Baugenehmigungen eingeholt werden. Wenn alles klappt, könnte Anfang 2015 Baubeginn sein. Die Bauzeit betrage rund zwei Jahre, sagt Julius. Über die Höhe der Investition wollte er zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen.

Julius räumt ein, dass DDP Krefeld nicht auf dem Schirm hatte: „Wir mussten uns erst in die Stadt reinarbeiten.“ Aber angesichts der zahlreichen Projekte, die derzeit in der Umsetzung sind, habe man sich überzeugen lassen: „Krefeld ist nach wie vor ein starker Handelsstandort.“

Für die Sparkasse geht mit diesem Schritt eine lange Plan- und Bauphase zu Ende: Neubau an der Rheinstraße zusammen mit der WZ, Sanierung des Atriumgebäudes und nun der Neubau an der Friedrichstraße, der schon seit fast 15 Jahren diskutiert wird. Das Gebäude aus den 60er Jahren entspricht weder technisch noch von der Größe her heutigen Anforderungen.

Lange hat die Sparkasse nach einem Investor gesucht, wollte nur noch als Mieter auftreten. Immer wieder schaltete sich die Politik in die Diskussion ein, wollte das Vorhaben mit der Gestaltung des Theaterplatzes oder der Aufgabe des Verwaltungsstandortes Stadthaus verbinden. Verschiedene Nutzungen waren im Gespräch — unter anderem auch ein Gesundheitszentrum.

Nun bleibt die Sparkasse doch Eigentümer, erhält ein zeitgemäßes Gebäude mit insgesamt rund 2300 Quadratmetern und eigenen Parkflächen und trennt sich von der restlichen Fläche. Im eigenen Gebäude soll das dritte Obergeschoss vermietet werden, so Vorstandsmitglied Lothar Birnbrich.

Mit dem jetzigen Investor ist man bereits seit 2012 im Gespräch. Das derzeit niedrige Zinsniveau sowie die Aufbruchstimmung in der Innenstadt haben die Verhandlungen nun begünstigt.

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