Wirtschaft: Neues Gebäude, neues Wohlfühlen

Wirtschaft : Neues Gebäude, neues Wohlfühlen

Das IT-Unternehmen Incas, das seit 22 Jahren zur Miete im Europark Fichtenhain saß, ist nun in den Businesspark umgezogen.

Krefeld. Fichtenhain. Größer, schöner, moderner: So sieht der neue Arbeitsplatz der Mitarbeiter des Unternehmens Incas aus. Und die beiden geschäftsführenden Gesellschafter des IT-Dienstleisters sind mit ihrem nach eigenen Vorstellungen konzipierten und gebauten Domizil im neu entstehenden Businesspark an der Medienstraße hochzufrieden. „Wir sind glücklich hier — eine gute Entscheidung“, sagt Roland Janke. „Es hat so viel Spaß gemacht, dass wir während der 14-monatigen Bauzeit die Baustelle immer wieder gerne besucht haben, um uns an der Entwicklung zu erfreuen.“

Am alten Standort im Europark Fichtenhain A war man räumlich an Grenzen gestoßen. Nach reiflicher Überlegung über Standort, Miete oder Eigentum fiel die Entscheidung dann von beiden Geschäftspartnern einmütig für den Neubau. „Wir haben gut eine Million Euro investiert“, sagt sein Geschäftspartner Stefan Pollok.

Insgesamt sei der Bau etwas teurer geworden als geplant, aber nicht wegen falscher Kalkulation. Vielmehr habe man sich davon überzeugen lassen, dass eine zweite Luft-Wärmepumpe im Serverraum die dort entstehende Wärme speichert und dem Betrieb der Fußbodenheizung dient. Die Amortisierung sei nur eine Frage der Zeit. Außerdem habe man sich für vollklimatisierte Büros entschieden, obwohl eine Außenbeschattung vorhanden ist.

Die Entscheidung zum Verbleib in Krefeld sei nicht nur wegen des idealen Standorts und der Infrastruktur gefallen, sondern vor allem wegen der Mitarbeiter. Die kommen aus Krefeld und der näheren Umgebung und seien das Kapital des Unternehmens.

„Es wird immer schwieriger, Fachkräfte zu finden“, sagt Pollok. Seit der Grundsteinlegung im November 2016 sei der Personalstand um fünf auf heute 30 Mitarbeiter aufgestockt worden. „Geplant sind 40 Mitarbeiter, weil das IT-Geschäft boomt.“ Gesucht werden noch Softwareentwickler, Systemintegratoren und Vertriebsmitarbeiter. Der eigene Nachwuchs wird durch sechs Auszubildende, darunter zwei dual Studierende, aufgestockt.

Das neue Gebäude sei so konzipiert, dass ein Wohlfühl-ambiente für Kunden wie Mitarbeiter entsteht. Noch ausgestattet wird der überdachte Gartenbereich. Dort ist sogar eine Grillhütte vorgesehen. Wahlweise können die Mitarbeiter auch den Mittagstisch benachbarter Firmen nutzen.

„Trotz Fachkräftemangel freuen wir uns über das wachsende IT-Geschäft und den anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung unserer Kunden, weil dann auch deren Investitionsbereitschaft steigt“, sagt Janke. Bei der ständig zunehmenden Datenflut spielt Incas aber auch das wachsende Sicherheitsbedürfnis der Unternehmen in die Hände.

Wer durch einen Brand oder Hacker seine Daten verliert, sei in seiner Existenz bedroht. Das IT-Systemhaus bietet daher Lösungen an, zum Beispiel einen zweiten Server im getrennten Raum oder ein Daten-Update auf einem externen Server in einer Cloud. So schützt Incas auch die eigenen Daten auf einem Rechner in Düsseldorf.

Damit Kunden an eine Cloud auf einem externen Großrechner angeschlossen werden können, bedarf es allerdings entsprechender Leitungskapazitäten. „Ein VDSL-Anschluss an der nächsten Ecke reicht da nicht aus“, sagt Janke. Moderne Unternehmen würden heute erwarten, dass man ihnen ein Gesamtpaket schnürt, das es ihnen erlaubt, ihre Daten flexibel zu nutzen - gleich ob in der Zentrale, in der Niederlassung oder im Homeoffice. Dazu gehöre auch der Anschluss über IP-Telefonie, die ISDN ablöse.