Neues C(K)refeld-Buch erschienen

Buch : Von Amerika-Parade und Torpedobooten

Helmuth Bayen und Andreas Storz veröffentlichen den achten Band der Reihe „Unser C(K)refeld – Aus der Vergangenheit in die Zukunft“. Rund 400 Fotos sowie kleine Texte und Zeitdokumente geben ein Zeugnis ab über viele Jahrzehnte Stadtgeschichte.

Diesmal haben die Autoren Andreas Storz und Helmuth Bayen ihre Schwerpunkte auf Hohenbudberg, Oppum und die Stadtmitte gelegt. Rund 400 alte Schwarz-Weiß-Fotos und moderne farbige Aufnahmen werden gegeneinander gestellt und geben mit kurzen Texten und Zeitdokumenten Zeugnis ab über viele Jahrzehnte Stadtgeschichte. Der achte Band der Reihe „Unser C(K)refeld – Aus der Vergangenheit in die Zukunft“ ist jetzt in einem leuchtend grünen Einband erschienen. Ein Muss für jeden, der sich für die Stadt interessiert.

Die beiden Autoren legen Wert darauf, dass keines der vielen Bilder in allen Bänden doppelt erschienen ist. Viele Freunde und Bekannte helfen, die Fotos zusammenzutragen. Das Titelbild zeigt diesmal die Friedrichstraße mit dem damaligen Kaufhaus Tietz, die Rückseite ist den denkmalgeschützten, maroden Fenstern des Stadthauses gewidmet.

Hohenbudberg ab seiner Eingemeindung

„Jeder Stadtteil ist auch diesmal in einer anderen Farbe unterlegt“, berichten die Autoren. Die weißen Hochglanzseiten zeigen Fotos von Hohenbudberg ab seiner Eingemeindung nach Uerdingen am 23. Oktober 1927. Die Festreden wurden am Wegekreuz vom Uerdinger Bürgermeister Wilhelm Warsch und Hohenbudbergs Dorfvorsteher und Lehrer gehalten, während die Festgemeinde zuhört und den Zylinder in der Hand hält.

„Den Bereich zwischen Dorf- und Rheinuferstraße nannte man von 1897 bis nach 1950 Neppes“, berichten Bayen und Storz. „Wir zeigen die Deichstraße Richtung St. Matthias, samt den eindrucksvollen Gaslaternen aus dem Jahr 1960.“ Einige Fotos sind dem „Bayerwerk“ gewidmet.

Bilder dieses Jahres zeigen die letzten vier verbliebenen Häuser an der Deichstraße. „Von der damaligen Dorfmitte ist nur ein einzelner Baum übrig geblieben.“  Was früher noch möglich war: Ein Plakat des Uerdinger Schwimmvereins von 1908 lädt für den 31. August 1912 nachmittags zum „internen Stromschwimmen im Rhein“ ein. Das Foto dazu ist Nostalgie pur.

Zu Oppum: Besonders schön sind die Panoramabilder vom Heilmannshof und vom Teich im Schönwasserpark, auf dem die Modellbauer lange Schatten werfen und ihre Boote schwimmen lassen. „Um 1900 bestand Oppum aus drei Teilen: dem Dorf, dem Sandberg und dem Bruch. Es gab wenige industrielle Unternehmen. Es gab die Eisenbahn nebst der Eisenbahnwerkstätte und dem Rangierbahnhof. Hinzu kamen ein paar Ringofenziegeleien und nach 1900 noch eine kleine Seifensiederei“, erzählen die Autoren.

2014 heißt es mit Blick auf die Häuser der Hauptstraße: „Gute Laune . . . Farben machen lustig.“ Das frühere Parkhaus ist abgebildet und der Rohbau der Wohnstätte gleich darunter. Der Wandel der Zeit. Hübsch ist die Umgebung des Bahnhofes geworden, und auch die praktischen Fahrradboxen werden gewürdigt.

Philadelphiade 1983 – 300 Jahre Krefelder in Amerika

Storz hatte für dieses Buch einen Glücksgriff. „Ich habe in einem Internethandel für kleines Geld einige Tausend Dias erstanden. Darunter waren viele über die Philadelphiade 1983 – 300 Jahre Krefelder in Amerika. Die ganze Stadt feierte mit.“

Stimmungsvoll ist das Bild der Alten Kirche. An ihrer Stelle stand einst das erste Krefelder Gotteshaus, Gründung wohl vor 1100.

Es geht nicht nur historisch, sondern auch lustig zu. Die Sammlung „Küchengarnituren“ zum Lagern von Graupen, Zucker, Rosinen und Nudeln wird gezeigt und die 15 verschiedenen Klosettpapierhalter der Schreinerei an der Marktstraße auch.