Themen
Forum Krefeld

Sparkasse eröffnet im Forum

Der Eingang der Sparkasse ist geblieben, ansonsten ist alles neu und hochmodern an der Friedrichstraße. Foto: NN

Krefeld Geldinstitut ist zurück am Traditions-Standort Friedrichstraße. Ab dem 28. November kann eingekauft werden.

Sparkassen-Chefin Birgit Roos spricht von einem „klaren Bekenntnis zum Standort“: An der Friedrichstraße ist das neue Finanzcenter der Sparkasse am Freitagabend mit einer Feier für geladene Gäste eröffnet worden. Gleichzeitig rückt damit die Eröffnung des gesamten Forums Krefeld näher.

„Wenn der Landrat des Kreises Viersen und fast der gesamte Aufsichtsrat zur Eröffnung einer Filiale kommen, muss der Anlass schon ein besonderer sein“, betont Oberbürgermeister Frank Meyer in seinen kurzen Begrüßungsworten. Und besagter Landrat Andreas Coenen als Vorsitzender des Verwaltungsrates stellt fest: „Hier ist ein wunderbarer Ort zum Arbeiten.“

Die Friedrichstraße ist für die Sparkasse nicht irgendeine Filiale: Laut Vorstandsmitglied Lothar Birnbrich handelt es sich um eine „Hochfrequenz-Stelle“. Allein 13 000 Girokonten werden hier geführt – nach der Zentrale des Geldinstituts am Ostwall ist die Friedrichstraße der wichtigste Standort überhaupt.

Selbst sieben Lagen Dachpappe reichen nicht mehr aus

Und er hat eine lange Tradition: Bereits früh im 20. Jahrhundert hatte die alte Stadtsparkasse ihren Sitz in der Nachbarschaft, bevor am 1. Dezember 1962 ihre seinerzeitige Hauptgeschäftsstelle an der heutigen Adresse eröffnet wurde. Nach über 50-jähriger Nutzung waren Bauzustand und Zuschnitt der Geschäftsstelle jedoch den Anforderungen an ein modernes Gebäude nicht mehr erfüllt. Oder um es noch deutlicher zu sagen: Selbst sieben Lagen Dachpappe reichten am Ende nicht mehr aus, den Regen draußen zu halten, so Lothar Birnbrich.

Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Unternehmen „die developer Projektentwicklung GmbH“ (DDP) erfolgte deshalb eine komplette Neuplanung des Areals – und damit die Entstehung des Forums. Mehr als 20 Millionen Euro sind investiert worden.

Die Sparkasse nutzt von der gesamten Grundstücksfläche (3764 Quadratmeter) nur noch 638 Quadratmeter. Die übrige Fläche teilen sich verschiedene Mieter (siehe Kasten).

Ab Montag können die Kunden nach fast 20-monatiger Bauzeit das neue Finanzcenter nutzen. Dessen Visitenkarte ist das SB-Foyer, das von 6 Uhr morgens bis 24 Uhr in der Nacht geöffnet ist. Hier gibt es drei Selbstbedienungs-Terminals, zwei Kontoauszugsdrucker und drei Geldausgabeautomaten (davon zwei mit Einzahlfunktion).

Eine besondere Neuerung stellt ein vollautomatisierter Kundentresor dar. Das gewünschte Schließfach wird dabei mit Roboter-Technik aus dem Keller in einen separaten kleinen Raum geholt. „Allein die Investition in eine solche Technik spiegelt in etwa den Gegenwert eines Einfamilien-Reihenhauses wieder“, berichtet Harald Schulze, Pressesprecher des Unternehmens.

Fahrbare Glaswand
trennt das SB-Center ab

Der SB-Bereich lässt sich durch eine fahrbare Glaswand außerhalb der Öffnungszeiten von der Geschäftsstelle trennen. Im Inneren befindet sich neben einer Aktionsfläche der Servicebereich mit vier Stehdialog-Elementen, so dass zwischen den 20 Mitarbeitern – Leiter ist Marcell Duve – und ihren Kunden Blickkontakt gewährleistet ist. Ergänzt wird das Serviceangebot durch zwei Kassen. Alles ist behindertengerecht.

Im rückwärtigen Bereich sind Beratungsräume bzw. Mitarbeiterbüros. Eine offene Treppe verbindet das Finanzcenter im Erdgeschoss mit dem Betreuungsbereich in der ersten und zweiten Etage. Auch einen Dachgarten mit fünf Felsenbirnen gibt es hier. Insgesamt stehen etwas mehr als 1100 Quadratmeter zur Verfügung.

Die Eröffnungsgäste nutzen am Ende der Feier die Gelegenheit zu einem Rundgang. Am Abend des 27. Novembers können sie eine weitere Besichtigungstour folgen lassen: Nach Auskunft von DDP-Projektentwickler Bastian Julius wird dann das gesamte Forum, dessen Flächen voll vermietet seien, eröffnet. Tags darauf stehen die Filialen der Mieter erstmals für Kunden offen: „Edeka wird den Auftakt machen“, so Julius.