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Neue Straße am Hafen kommt auf den Damm

Neue Straße am Hafen kommt auf den Damm

Ringstraße: Im November soll mit dem Bau im Süden des Wendebeckens begonnen werden — neue Flächen können so erschlossen werden.

Krefeld. Ende November soll mit einer der wichtigsten Straßenausbauten der Stadt begonnen werden. Die Ausschreibung für die zweite Ausbaustufe des Hafenringes im südlichen Bereich im jüngsten Amtsblatt der Stadt veröffentlicht.

Das rund acht Millionen teure Projekt ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erschließung weiterer Gewerbeflächen für den Hafen. Der Bauabschnitt liegt zwischen dem Kreisverkehr der Fegeteschstraße bis zur Bataverstraße. Die Gesamtlänge der Ausbaustrecke liegt bei drei Kilometern.

Ausgebaut und Richtung Süden verlegt wird der Heidbergsweg vom Kreisverkehr an der Fegetesch- bis zur Bataverstraße auf einer Länge von rund 2,5 Kilometern. Dazu kommt der Ausbau der Römerschanze. Aus Gründen des Hochwasserschutzes wird die künftige Straße teilweise auf einem Damm verlaufen, der teilweise eine Lehmabdichtung erhält. Vorgesehen ist auch ein einseitiger Geh- und Radweg. Beidseitig wird die sieben Meter breite Fahrbahn von Bäumen gerahmt und erhält einen Alleecharakter.

Für die Rheinhafen Krefeld GmbH ist das Projekt von hoher Bedeutung und Dringlichkeit. Mit der neuen Straße können um das südliche Wendebecken weitere 100 000 Quadratmeter oder zehn Hektar an Grundstücken mit direktem Zugang zum Wasser erschlossen werden. Der Abschluss der Bauarbeiten ist nach 24 Monaten für Dezember 2015 anvisiert.

Ursprünglich war der Baubeginn schon für 2011 vorgesehen. Allerdings ließ die Genehmigung der Fördergelder durch den Regierungspräsidenten in Düsseldorf ungewöhnlich lange auf sich warten. Nach dem bereits fertiggestellten Ausbau der Hentrichstraße und dem grünen Licht für Zuschüsse aus Berlin für das geplante Transterminal (TTK) soll nach Aussagen der Stadt auch die Nordanbindung 2014/15 ausgebaut werden.

Gesucht wird derzeit immer noch nach einer Lösung für die über hundert Jahre alte, denkmalgeschützte Drehbrücke. Weil sie nur einspurig befahrbar ist, stellt sie für die Entwicklung des Hafens ein ärgerliches Nadelöhr dar. Ein Neubau würde mindestens 15 Millionen Euro kosten.