Neue Regeln für Hund und Herrchen

Neue Regeln für Hund und Herrchen

Halter müssen den Kot jetzt auch auf den Freilaufflächen entsorgen.

Krefeld. Wenn Hund und Herrchen gemeinsam spazieren gehen, haben sie viel Spaß an der Bewegung in der frischen Luft. Damit es ein gutes Miteinander auch mit den Zeitgenossen gibt, die dem besten Freund des Menschen nicht so sehr gewogen sind, gibt es Regeln. Sie sind in der "Ordnungsbehördlichen Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Verkehrsflächen der Stadt Krefeld" festgelegt. Und sie wurden gerade überarbeitet. Oberstes Gesetz bleibt: Bello darf andere Personen oder Tiere nicht gefährden oder schädigen.

"Auf Kinderspielplätzen, Schulgrundstücken, Bolzplätzen, Spiel- und Liegeplätzen sowie in Bade- und Sportanlagen dürfen Tiere mit Ausnahme von Blinden- und Diensthunden nicht mitgeführt werden", erläutert Michael Streubel vom Presseamt. Neu ist, dass Tierhalter oder diejenigen, die mit Fiffi Gassi gehen, verpflichtet sind, die durch die Tiere verursachten Verunreinigungen ganz schnell zu beseitigen.

Das gilt jetzt auch auf den Hundewiesen. Ausgenommen von der Regelung sind weiterhin die Rinnsteine. Sreubel: "Bei Verstößen müssen beim ersten Mal 25 Euro plus 20 Euro Verwaltungskosten gezahlt werden. Im Wiederholungsfall fallen die Bußgelder höher aus."

Die meisten Hundebesitzer würden sich jedoch korrekt verhalten und die Hinterlassenschaften ihrer Tiere vorschriftsmäßig entsorgen, weiß Streubel. "Dafür bietet die Stadt in den Bürgerservicebüros Hundekotbeutel zum Kauf an. 25 Stück kosten 50 Cent. In 2008 gab es insgesamt 60 Beschwerden wegen Verunreinigungen durch Hundekot.

In Bockum wird darüber hinaus an Engers Kull ein zusätzlicher Behälter mit einer Abdeckung speziell für die Beseitigung von Hundekot aufgestellt. Weitere Abfallbehälter sollen in die Nähe des Alexanderplatzes und an den Westwall kommen. "Wir wollen sehen, wie diese Behältnisse angenommen werden", sagt Streubel.

In Krefeld gibt es mehr als 10.000 Hundebesitzer. Zehn Freilaufflächen in den einzelnen Stadtbezirken stehen für die Vierbeiner bereit. Insgesamt sind dies rund 144.000 Quadratmeter. Das entspricht einer Größe von etwa 20 Fußballfeldern. "Auf festen Wegen im Bereich des Landschaftsschutzes dürfen Hunde außerdem auch nicht angeleint laufen.

Die Stadt ist im Dialog mit Vertretern der Krefelder Hundelobby. Hier geht es auch um weitere Hundefreilaufflächen. Vorschläge für solche Flächen gibt es. Sie werden zurzeit von der Verwaltung geprüft."