Krefeld: Nach Schraubendreher-Angriff auf Motorradfahrer: Tatverdächtiger festgenommen

Krefeld: Nach Schraubendreher-Angriff auf Motorradfahrer: Tatverdächtiger festgenommen

Am Sonntag wurde in Krefeld ein Motorradfahrer mit einem Schraubendreher angegriffen. Jetzt hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Die Ermittler vermuten, dass es sich bei dem Mann um einen Serientäter handelt.

Krefeld. Nachdem am Sonntag ein Motorradfahrer auf dem Nassauerring angegriffen wurde, hat die Polizei am Freitag einen Tatverdächtigen wegen versuchten Mordes festgenommen. Dies gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt.

Wie die Polizei mitteilt, hatte am Sonntag ein Radfahrer völlig überraschend und ohne erkennbaren Grund einen Motorradfahrer an der Kreuzung Nassauerring / Inrather Straße mit einem Schraubendreher attackiert und leicht verletzt. Ein couragierter Zeuge war eingeschritten und hatte Schlimmeres verhindert.

Nachdem die Polizei den Fall auf ihrer Facebookseite öffentlich machte, meldete sich ein Hinweisgeber, der vor einiger Zeit in ähnlicher Weise angegriffen wurde. Allerdings konnte der Hinweisgeber damals dem Täter ausweichen und entkommen. Der Zeuge machte so konkrete Angaben, dass die Ermittler den Tatverdächtigen identifizieren und am Freitag festnehmen konnten.

Nach Angaben der Ermittler war der 26-jährige Tatverdächtige bereits zuvor ins Visier der Polizei gelangt. Denn die Beamten hatten eine ähnliche Vorgehensweise bei einem Angriff im November auf eine 23-jährige an der Hülser Straße erkannt. Damals war das Opfer ebenfalls völlig überraschend und aggressiv mit einem Klappmesser bedroht worden. Auch hier war es Zeugen zu verdanken, dass die Frau unverletzt blieb.

Der Tatverdächtige ist bereits polizeilich bekannt und wurde am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld beim Amtsgericht vorgeführt. Der Richter erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes und ordnete Untersuchungshaft an. Zu den Motiven der Taten macht der Tatverdächtige bislang keine Angaben. Opfer und Täter waren einander zuvor nicht bekannt. Es besteht der Verdacht, dass der Tatverdächtige seine Opfer zufällig auswählte. Die Ermittlungen dauern an. red