Nach Schließung: Interessenten für Ex-Café Lilou in Krefeld

Verhandlungen laufen : Nach Schließung: Interessenten für Lokal von Café Lilou

Der Vermieter will bei Gastronomie bleiben. Schon in vier Wochen könnte die Nachfolge spruchreif sein.

Am Standort des gerade frisch geschlossenen Café Lilou soll weiterhin Gastronomie angesiedelt sein. Das ist das Ziel der Vermieter des Lokals. „Wir haben derzeit zwei Interessenten. Ich möchte aber noch nicht sagen, wer das ist. Das wäre nicht professionell“, sagt Michele Visiello, selbst Inhaber des „Café In“ an der Marktstraße. „Die Verhandlungen laufen, aber es ist noch nichts unterschriftsreif.“ In etwas vier Wochen könne es womöglich bereits alles in trockenen Tüchern sein.

Zum überraschenden Ende des Café Lilou sagt Visiello: „Das habe ich so nicht erwartet. Aber ich bin selbst Gastronom und ich habe mich schon gefragt, ob der Betreiber mit dem Konzept, das er hatte, in Krefeld überleben kann.“

Der Betreiber des Café Lilou – vorher Extrablatt und davor Alte Münz – hatte auf eine Mischung aus Restaurant, Bar und Café gesetzt. Doch nach einem Jahr am Ostwall 153 hörte er auf und holte am 11. Juni die letzten Möbel aus den Räumen. Bei 25 000 bis 40 000 Pendlern, die täglich an der Ostwall-Haltstelle gegenüber umsteigen, habe er sich mehr erhofft, hatte Betreiber Erkan Aydin gesagt. Mit einer neuen Musikreihe hatte er das Ruder noch herumreißen wollen. Aber nach einem Konzert war dann doch Schluss. Der gelernte Hotelfachmann konzentriert sich nun stattdessen auf eine Eventlocation in einer ehemaligen Disko in seiner Heimatstadt Bochum.

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