Nach New Yorker Vorbild soll Krefeld laut CDU sauberer und sicherer werden

Stadtbild: Nach New Yorker Vorbild soll Krefeld laut CDU sauberer und sicherer werden

Nach dem Vorbild von New York will die CDU dringliche Probleme in Krefeld lösen. Dazu stellt sie einen Antrag.

Nach dem Vorbild New Yorks will Walter Fasbender Krefeld sicherer und sauberer machen. In den 1990er Jahren hatte der damalige Bürgermeister Rudolph Giuliani die Nulltoleranzstrategie ausgerufen. Null Toleranz gegenüber den vielen Belästigungen und Vergehen in der Öffentlichkeit, von Bettelei über Verschmutzung der Stadt, Drogenhandel bis hin zum Schusswaffeneinsatz. Diese Strategie basiert auf der Broken-Windows-Theorie, sie wurde in Form des „New Yorker Modells“ bekannt. „Dadurch ist New York wieder sicherer und sauberer geworden“, sagt Fasbender. Einen entsprechenden Antrag stellt die CDU für die nächste Sitzung des Verwaltungs- und Ordnungsausschusses. Ihr Ziel: Mehr Sicherheit und Sauberkeit in der Innenstadt und in den Stadtteilen.

Vorschläge sind Ergebnis eines Workshops mit Bürgern

Der vorgeschlagene Maßnahmenkatalog ist das Ergebnis eines Workshops, den die CDU im vergangenen Jahr im November mit Bürgern veranstaltet hat. Dazu hatten sich drei Gruppen gebildet: Sicherheit in der Innenstadt, Sicherheit in den Stadtteilen und Saubere und sichere Infrastruktur. Die daraus stammenden Ideen und Anregungen wollen Fasbender und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Britta Oellers MdL in die politische Diskussion einbringen.

Doch beim Reden allein soll es nicht bleiben. „Als eine Art Sofortmaßnahme für den Theaterplatz haben wir im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2019 die Bereitstellung von 100 000 Euro angeregt, damit erste Maßnahmen zur dortigen Verbesserung der Sicherheit und Sauberkeit durchgeführt werden können. Dies hat der Rat auch so beschlossen“, sagt Fasbender. Und schließt direkt an: „Bislang ist aber noch nichts passiert.“ Oellers räumt jedoch ein, dass bislang ja auch noch nicht der Haushalt verabschiedet sei. „Aber für die Grotenburg ist Geld da“, entgegnet ihr Fasbender mehr rhetorisch als belehrend.

„Bei vielen Punkten in der Stadt wird nur darüber geredet, man sieht aber nicht die Umsetzung, das vermissen wir“, sagt Oellers. Erfolg hingegen hatten sie mit ihrem Antrag, vier weitere Mitarbeiter für den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) einzustellen. In Uerdingen sei häufiger der Ruf nach dem Einsatz des KOD laut geworden. Die werde es künftig dort geben. Quartiersarbeit solle darüber hinaus stärker in den Stadtteilen stattfinden. Denkbar für die CDU ist ein Quartiersmanager, der die Aktivitäten koordiniert und an die Verwaltung weitergibt.

Die Liste der CDU im Hinblick auf Sicherheit und Sauberkeit ist lang. Sie wünscht sich nach New Yorker Vorbild verstärkte Kontrollen und so schnell wie möglich eine direkte Ahndung bei beispielsweise illegaler Raserei und wilden Müllkippen, eine Prüfung, welche Verbote (z.B. lokale Alkoholverbote, Betteln) eingeführt werde können und wie die Videoüberwachung verstärkt werden kann.

Zwei amerikanische Wissenschaftler hatten mit der „Broken-Windows-Theorie“ (Anmerkung Redaktion: Zerbrochene-Fenster-Theorie) nachgewiesen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Verfall von Stadtgebieten und Kriminalität gibt. „Wehret den Anfängen“, folgern Fasbender und Oellers daraus. Wenn Straßen und Parks gepflegt, Müll nicht mehr herum liegt und das äußere Erscheinungsbild der Stadt gepflegter würde, werden die Straßen langfristig auch sicherer.

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