Nach Kritik an SWK: Bitte um Haltestellennamen "Grabeskirche Inrath" kam aus Gemeinde

VERKEHR : Wie aus Haltestelle Kapuzinerkloster jetzt die Grabeskirche wurde

Dass das Haltestellenschild der SWK geändert ist, ärgert einige Inrather und wird im Internet heiß diskutiert.

Nachdem die Haltestelle „Kapuzinerkloster“ an der Hülser Straße von den Stadtwerken in „Grabeskirche“ umbenannt worden ist, ist in sozialen Netzwerken eine Diskussion entbrannt. Auf der Facebook-Seite von Inrath.de werfen Kritiker dabei den Stadtwerken mangelndes Geschichtsbewusstsein und fehlende Beteiligung der Öffentlichkeit vor.

Auch wenn das Kapuzinerkloster abgerissen sei und die Klosterkirche St. Elisabeth von Thüringen in eine Grabeskirche umgewandelt worden sei, müsse man den Inrathern doch nicht „die Erinnerung nehmen“, formuliert es zum Beispiel einer der Kritiker dieser Umbenennung. Sie war zum Jahreswechsel wie bei zwei weiteren Haltestellen – „Yayla Arena“ statt „König-Palast“ und Kaiser-Wilhelm-Museum statt „Karlsplatz“ – vollzogen worden.

Auf Anfrage der Westdeutschen Zeitung erläuterte Dirk Höstermann, stellvertretender Pressesprecher der SWK, wie es zu solchen Änderungen kommt. „Wir bekommen die aktuellen Informationen aus dem Stadtgeschehen mit und nehmen dann gegebenenfalls entsprechende Anpassungen bei den Namen vor. So geschehen zum Beispiel bei der Yayla Arena.“

Die Anfrage zur Umbennung der Haltestelle kommt von der Kirche

Dabei sei die Namensgebung bei den Haltestellen „originäre Sache der SWK“. Die Stadtwerke erhielten auch „Impulse oder Bitten zu Haltestellennamen aus der Wirtschaft, der Politik oder – wie im Fall Grabeskirche geschehen – von der Kirche. Hier habe sich die katholische Gemeinde an die SWK gewandt, sie darüber unterrichtet, dass die Kirche in eine Grabeskirche umgewandelt worden sei. „Wir wurden gefragt, ob es möglich sei, die Haltestelle entsprechend umzubenennen“, so Höstermann. Wichtig sei, dass sich Ortsfremde anhand einer Haltestellen-Bezeichnung zurechtfänden, ergänzt Höstermann. „Das Kapuzinerkloster selbst existiert ja nicht mehr, und die dortige Kirche ist nun ein öffentlich zugänglicher Ort, an dem Urnen-Beisetzungen stattfinden; für einen Ortsunkundigen ist dies anhand der Bezeichnung jetzt leichter erkennbar.“ ok

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