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Nach Brand im Zoo Krefeld: Das sind die Pläne für den neuen Affenpark

Kosten, Tiere und Entwürfe : Nach Brand im Krefelder Zoo: Das sind die Pläne für den neuen Affenpark

Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Zoo haben Tierpark und Stadt einen Entwurf für das geplante neue „Artenschutzzentrum Affenpark“ vorgestellt. Die wichtigsten Infos im Überblick.

Um Platz für das neue Artenschutzzentrum Affenpark zu schaffen, wird der Krefelder Zoo um 4084 Quadratmeter erweitert. Die neue Fläche liegt an der Berliner Straße neben dem abgebrannten Affentropenhaus und dem Gorillapark.

Bisher befinden sich dort ein Kunstrasenplatz sowie 58 Parkplätze. Die Umnutzung sei möglich, da kein Trainingsbetrieb des KFC vor Ort mehr vorgesehen sei, erklärte der Beigeordnete Marcus Beyer auf einer Pressekonferenz zur Zukunft des Affenparks in Krefeld am Donnerstagmittag.

OB Frank Meyer zeigte sich erfreut, dass es gelungen sei, eine Lösung zu finden, die die bisherige Vision zur Zukunft der Menschenaffen in Krefeld möglich mache.

Grobplan sieht zwei Warmhäuser für Schimpansen und Orang Utans vor

Ein Bereich ab der Zoobrücke in Richtung Berliner Straße soll überplant werden - das umfasst 1,6 Hektar bestehende Zoo-Fläche und 0,4 Hektar neue. Foto: Werner Dohmen

Der bisherige Grobplan sieht zwei Warmhäuser für Schimpansen und Orang Utans vor. Sie sollenbeide für Besucher vertretbar sein und eventuell verbunden werden. Aber erst jetzt beginnt die Feinarbeit. Künftig soll es neben den bisherigen Menschenaffen dort Lemuren geben.

30 bis 40 Menschenaffen sollen es werden

"Möglicherweise müssen wir uns auch von einer Art verabschieden", so Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen. Das ist derzeit aber nicht vorgesehen, da die neue Fläche die Mindestanforderung des Zoos erfülle. "Insgesamt werden es sicher zwischen 30 und 40 Menschenaffen werden", meinte der Zoodirektor mit Blick auf die künftige Größe. Die vier angedachten Außenanlagen sollen miteinander verbunden werden.

So viel soll der neue Affenpark in Krefeld kosten

Zu den Kosten des Affenparks: Dreßen spricht von einer Summe von jenseits der 20 Millionen Euro. Die Zoofreunde haben schon jetzt 2,5 Mio. an Spenden gesammelt. Erhofft werden auch Landesmittel. Zudem wird die Versicherungssumme für das abgebrannte Haus zur Finanzierung herangezogen.

Die Brandermittlungen dauern weiter an: „Die Fragen, die wir noch hatten, können wir zunehmend beantworten“, sagte Oberstaatsanwalt Axel Stahl am Donnerstag in Krefeld auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Man hoffe, die Öffentlichkeit nach den Sommerferien über die Ergebnisse unterrichten zu können. Ende April hieß es noch, dass das vor den Sommerferien möglich sein könnte.

(WD)