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Lernen: Mit Motivation zum Einser-Schnitt

Lernen : Mit Motivation zum Einser-Schnitt

„Joe Trenk Academy“: Seit mehr als zwei Jahren hilft Joe Trenk mit seiner Lernplattform Schülern beim Erreichen besserer Noten. Sein eigener Ausbildungsweg dient als Vorbild.

Krefeld. „Der Moment, der zu meinem Wandel geführt hat, war der, als ich vor den Augen meiner Eltern verhaftet wurde“, beschreibt Joe Trenk seine eigene Entwicklung nachdenklich. Nachdem er nach der zehnten Klasse die Schule mit einem Notendurchschnitt von 3,8 verlassen hatte, geriet der Krefelder auf die schiefe Bahn. Silvester 2012 kam es zum Eklat: „Ich geriet in eine Schlägerei und wurde anschließend verhaftet. In dieser Nacht fasste ich den Entschluss, mein Leben wieder auf Erfolgskurs zu bringen und mein Abitur nachzuholen“, erklärt Trenk seine Motivation.

Diese Idee war für den Krefelder mehr als ein bloßes Hirngespinst. Er lernte intensiv und erreichte das Abitur anschließend mit einem Notendurchschnitt von 0,8.

Dieser Wandel wurde bereits damals von anderen Schülern wahrgenommen, was Trenk dazu veranlasste, sein erstes Seminar „EinskommaX“ bei Salvea anzubieten: „Mit der Zeit sind immer mehr Schüler auf mich zugekommen und haben mich nach meinen Techniken und Methoden gefragt, die zu meinen Top-Noten geführt haben“, sagt der Krefelder.

Dieses Wissen wollte er an andere Schüler weitergeben. So entstand die Idee, die Lernplattform „Great Grades“ zu gründen. Mittlerweile führt der Erfolgscoach seit mehr als zwei Jahren seine Seminare und Workshops durch.

Für Trenk ist es wichtig, dass er den Schülern die drei Aspekte für bessere Noten beibringen kann: „Ich habe bewiesen, dass Bestnoten in der Schule keine Frage der Intelligenz sind, sondern von Motivation, Disziplin und den richtigen Techniken. Alle drei Aspekte sind erlern- und trainierbar und somit sind die Noten nicht genetisch festgelegt“, sagt der Gründer, dessen Lernplattform mittlerweile seinen Namen trägt und „Joe Trenk Academy“ heißt.

Trenk weist darauf hin, dass er selbst nie ein Überflieger war, sondern ein „durchschnittlich intelligenter Jugendlicher, der den Entschluss gefasst hat, sich nicht mit mittelmäßigen Noten abzufinden.“ Ihm liegt vor allem viel daran, den Schülern zu zeigen, dass das Potenzial bereits in ihnen steckt.

Deswegen hat sich der Krefelder auch für den Gründerpreis von Wirtschaftsförderung, Volksbank und WZ beworben. „Mit dem Preisgeld können wir deutschlandweit noch mehr Schüler erreichen und auf diese Weise das Leben von vielen weiteren Jugendlichen stark verbessern.“

Trenks Ziel ist, dass kein Schüler in Zukunft wegen schlechter Zensuren an einer Zulassungsbeschränkung scheitern muss: „Stellen Sie sich stattdessen eine Welt vor, in der jeder Schüler sein volles Potenzial ausschöpft“, beschreibt der Motivationscoach seine Vision.