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Mit frühen Hilfen junge Eltern und ihre Kinder unterstützen

Familienangebote : Weil sie es uns wert sind

Auf den Beruf, Autofahren und Wählen werden junge Menschen in unserer Gesellschaft vorbereitet, nicht aber auf das Muttersein und Familienverantwortung.

Auf alles werden junge Menschen in unserer Gesellschaft vorbereitet: auf Schulabschlüsse und Beruf, auf das Mitbestimmungsrecht des Wählens in unserer Demokratie, auf das verantwortungsvolle und vor allem richtige Lenken eines Autos im Straßenverkehr, aber ein Kind auf die Welt zu bringen, richtig zu versorgen und umsorgen, es in seiner Entwicklung zu fördern und zu lieben, das wird anscheinend als naturgegeben vorausgesetzt. Pustekuchen.

Die Hochglanzbilder in der Werbung von glücklichen Müttern und Vätern mit ihren strahlenden Kindern haben mit der Realität nur wenig zu tun. Das fängt bei manchen jungen Müttern mit der Kindbett-Depression schon an, bei manchen auch schon in der Schwangerschaft, wenn die Träume für die eigene Zukunft durch das Ankündigen eines eigenen Kindes zu platzen drohen. Anstelle selbst verwöhnt und versorgt zu werden, müssen sie das nun umgekehrt für ihr Baby tun. Es ist in seinem Überleben und Wachsen in den ersten Monaten vollständig von seiner Mutter und – wenn vorhanden – von beiden Elternteilen abhängig. Probleme und Konflikte sind vorprogrammiert bis hin zur Kindswohlgefährdung in den schlimmsten Fällen. Und die nehmen laut Jugendamt zu, nicht erst durch die Corona-Pandemie. Alarmierend.

Deshalb sind die Frühen Hilfen in Krefeld nicht hoch genug zu schätzen, im höheren Maße noch ausbaubar und jeder Euro mehr die beste Investition.