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Millionen-Diebstahl bei „Aktenzeichen XY“: Krefelds Ermittler bitten um Hinweise

Hauptzollamt Emmerich : Millionen-Diebstahl bei „Aktenzeichen XY“: Krefelds Ermittler bitten um Hinweise

Der 6,5 Millionen Euro schwere Coup im Hauptzollamt in Emmerich (NRW) ist am Mittwoch Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Krefelder Ermittler hoffen weiter auf Hinweise. Eine Belohnung von 100.000 Euro wurde ausgesetzt.

Der 6,5 Millionen Euro schwere Coup im Hauptzollamt in Emmerich (NRW) ist am Mittwoch Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Die Ermittler haben Hoffnung, dass einer der Zuschauer den Verdächtigen auf den Fahndungsfotos erkennt. Moderator Rudi Cerne fühlt sich an einen Fall aus Berlin erinnert.

Bei dem Diebstahl am 1. November waren Unbekannte mit einem Kernbohrer in den Tresorraum des Zollamts eingedrungen und hatten 6,5 Millionen Euro gestohlen. Bei der Polizei in Krefeld wurde eine „Ermittlungsgruppe Kern“ aufgestellt. Die Ermittler haben eine Belohnung von 100 000 Euro ausgesetzt. Durch die ZDF-Sendung erhoffe man sich neue Hinweise vor allem auf den Verdächtigen, den ein Augenzeuge geistesgegenwärtig fotografiert hatte. Die Fahndungsbilder waren vor wenigen Tagen bereits veröffentlicht worden. Nun werden sie noch einmal einem deutschlandweiten Millionenpublikum präsentiert. Ermittler aus Krefeld werden dabei aber nicht im TV-Studio zu sehen sein, erklärte eine Sprecherin der Polizei. Es handele sich um einen kompakten Beitrag, der den Aufruf noch bekannter machen soll.

„Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne sagte der Deutschen Presse-Agentur vor der Sendung: „Ein spektakulärer Einbruch, der sehr an den Tunnelraub von Berlin erinnert.“ 2013 hatten die Täter dort zunächst einen 45 Meter langen Tunnel gegraben und dann mit einem großen Bohrer - ähnlich wie in Emmerich - die Wand zum Tresorraum einer Volksbank durchbrochen. Die Täter entkamen mit 10 Millionen Euro - und sind bis heute unbekannt.

Ob die Polizei ebenfalls eine Parallele zwischen den Fällen untersucht, will sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

(dpa/red)