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Messerstich in Krefelder Tiefgarage hätte tödlich sein können

Prozess um blutige Attacke eines Ehemanns : Messerstich in Krefelder Tiefgarage hätte tödlich sein können

Im Prozess um einen versuchten Totschlag an der Tiefgarage des Rathauses wurde am Mittwoch ein Rechtsmediziner angehört. Angeklagt ist der Ehemann der Frau.

Im Prozess um einen versuchten Totschlag an der Tiefgarage des Rathauses wurde am Mittwoch ein Rechtsmediziner angehört. Er hatte die Verletzungen der angegriffenen Frau begutachtet. Angeklagt ist ihr Ehemann, der sie nach einem Streit mit einem Küchenmesser attackiert haben soll. Er soll versucht haben, ihr in den Hals zu stechen. Die Frau soll aber noch weggedreht haben, so dass der Stich nur im Oberarm gelandet sein soll, wo am Oberarmknochen die Klinge abgebrochen sei. Der Angeklagte habe dann mit der abgebrochenen Klinge noch mehrfach auf die Geschädigte eingestochen.

Der Stich zum Hals soll nach Aussage des Rechtsmediziners so heftig gewesen sein, dass er den Oberarmknochen der 28-Jährigen geteilt haben soll. Und da sich dort zahlreiche Blutgefäße befinden, beurteilte der Sachverständige den Stich als potenziell lebensbedrohlich. Wäre nämlich ein solches Blutgefäß getroffen worden, hätte der drohende hohe Blutverlust zum Tod der Frau führen können. Nur durch Glück ist es dazu nicht gekommen.

Angeklagter musste für Aussage des Opfers in einen anderen Raum

Neben dem Rechtsmediziner wurde auch das Opfer noch einmal vernommen. Der 37-jährige Angeklagte musste die Zeugenaussage aus einem anderen Raum per Video verfolgen. Außerdem sagte auch der Mann aus, der bei dem Angriff dazwischen gegangen war und dem Angeklagten damit gedroht haben soll, die Polizei zu rufen – was er auch tat. Erst dann soll der Angeklagte die Flucht ergriffen haben.

Der nächste Verhandlungstermin ist für den 21. Juni angesetzt. Dann könnte es vielleicht schon ein Urteil geben.