Mariannenschule: Bald gemeinsam in die Pause

Mariannenschule: Bald gemeinsam in die Pause

Die Schule bekommt mehr Platz. Künftig wird das Gebäude der Comeniusschule mit genutzt.

Krefeld. Die Zeit, in der die Mariannenschule die Grundschule mit der geringsten räumlichen Kapazität aller zweizügigen Schulen Krefelds ist, ist bald ebenso Geschichte wie die Tatsache, dass aufgrund der Enge die große Pause in Etappen durchgeführt werden muss. Durch die Schließung der Comeniusschule wird ab dem Sommer 300 Meter entfernt Platz frei. Das Gebäude wird nun als Teilstandort genutzt. Dem wurde in der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Jugendhilfeausschuss zugestimmt.

Der mangelnde Platz wurde durch die Einführung des gemeinsamen Lernens noch eklatanter. Denn die Stadt möchte hierfür kleinere Klassen bilden. Außerdem sind die Schülerzahlen von 168 im Jahr 2008 auf 214 in 2014 gestiegen. Dies hätte zur Folge gehabt, dass die Mariannenschule nur noch 50 Kinder in die Eingangsklassen hätte aufnehmen können.

Dabei gehöre der Stadtteil Dießem seit der Schließung der Grundschule Alte Flur und der Don-Bosco-Schule zusammen mit der Grundschule Königshof zum Einzugsgebiet der Mariannenschule. Da es im kommenden Schuljahr wohl Engpässe an der Grundschule Königshof geben wird und in diesen Bereich vermehrt Flüchtlinge ziehen, muss dort nach Alternativen gesucht werden. Auch dies spricht für eine Erweiterung der Mariannenschule.

Der neue Teilstandort bietet laut Verwaltung eine eigene Gymnastikhalle, 300 Quadratmeter Räume für den Offenen Ganztag und neun weitere Klassenräume. Hinzu kommt der zweite Schulhof für eine entspannte Pause.

Ein weiteres Thema, das ein schnelles Reagieren der Verwaltungsleute zeigt, ist die Verlagerung von einer Gruppe und zwei halben im Offenen Ganztag. Sie werden an den Schulen in Haus Rath, An der Burg und am Buscher Holzweg reduziert und an Josef-, Jahn- und Bismarckschule aufgestockt.

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