Lus Bell: Hier gibt’s frischen Fisch und traditionelle Torten

Lus Bell: Hier gibt’s frischen Fisch und traditionelle Torten

In das Restaurant an der Nieper Straße kommen nicht nur Gäste aus der Umgebung, sondern auch aus den Niederlanden.

Traar. Aus der Verbindung mit einem bäuerlichen Betrieb entstand 1837 der Gasthof, der als Kutscherkneipe an der Chaussee Krefeld-Moers der Versorgung von Pferden und Fuhrleuten diente. Die Wirtschaft führte zunächst Sibilla Lausberg. Kutscher und Volksmund machten aus dem Namen der Wirtin das mundartliche Lusbergs Billa, was später zu „Lus Bell“ wurde.

Seit einem halben Jahr nun hat Qani Fazliu (35) als Pächter die Gaststätte übernommen, die er mit seiner Frau Barbara und seinem Cousin Ilir als Familienbetrieb führt. Fazliu ist gelernter Koch und kam 2007 aus dem Kosovo nach Krefeld, wo er zehn Jahre lang das Restaurant La Riva in Uerdingen geführt hat. „Mich hat die Aufgabe gereizt, die Traditionsgaststätte Lus Bell mit einem neuen Konzept zu beleben. Wir bieten vor allem mediterrane Küche an und verbinden diese mit traditionellen Gerichten“, sagt Fazliu. „Am Wochenende gibt es etwas Besonderes, zum Beispiel Seezunge oder Jakobsmuscheln, und je nach Saison haben wir Spargel, Wild, Steinpilze und Gänse auf der Speisenkarte“, ergänzt seine Frau Barbara.

Die Speisekarte ist klein, aber fein. Die Fleisch- und Fischgerichte liegen im mittleren bis gehobenen Preissegment. Sogar vegane, laktose- und glutenfreie Speisen werden angeboten.

Auffallend ist auch die gut sortierte Weinkarte. Bei Kaffee und Kuchen am Sonntagnachmittag darf die traditionelle Grillagetorte nicht fehlen, „die ich wie alles selbst frisch herstelle“, betont Fazliu.

Mit 80 Plätzen im Haus kann er auch Raum für Gesellschaften und Partys anbieten. Auf der Terrasse kommen noch einmal 60 bis 70 Plätze hinzu, die bei gutem Wetter einen herrlichen Blick auf den Hülser Berg bieten.

Stolz ist die Familie darauf, dass ihre Gäste nicht nur aus Krefeld, Moers, Neukirchen-Vluyn und Duisburg, sondern auch aus den Niederlanden kommen. „Barbara, ich fühle mich bei Euch wie zuhause“, sagt ein Stammgast. Sogar im Fahrradkrimi „Felgenkiller“ wird das Restaurant erwähnt, wie ihnen der Autor Thomas Maria Claßen bei einem Besuch mitteilte.