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KFC Uerdingen: Zwei Tore, viel Tamtam

KFC Uerdingen : Zwei Tore, viel Tamtam

Der KFC und Meerbusch trennen sich 1:1 - so friedlich wie das Ergebnis erscheint, war das Treffen dann doch nicht.

Krefeld. Mit Rudelbildung und Rangeleien endete das Derby zwischen dem KFC Uerdingen und dem TSV Meerbusch. Auslöser war eine Auseinandersetzung zwischen dem Uerdinger Kris Thackray und Meerbuschs Trainer Robert Palikuca um den Spielball. Die Nachspielzeit war schon abgelaufen, da griff Palikuca den ins Seitenaus gerollten Ball. Thackray ging dem Leder energisch nach. Beide gingen vor der Meerbuscher Bank zu Boden.

Die Emotionen kochten hoch, wenige Sekunden später hatte sich eine Rangelei aus allerlei Uerdinger und Meerbuscher Spielern gebildet. Schiedsrichter Benjamin Keck pfiff die Begegnung beim Stande von 1:1 ab und ging mit seinem Team in die Kabine — „im Sinne des Spiels“, habe er abgepfiffen, sagte er der WZ. Und verzichtete nachträglich auf die eine oder andere Karte. Es dauerte noch ein paar Minuten, dann hatten sich die Gemüter wieder beruhigt. Palikuca sagte: „Emotionen gehören dazu.“ Beide Seiten widmeten sich auf der Pressekonferenz lieber wieder dem sportlichen Aspekt der Auseinandersetzung.

Diese hatte keinen Sieger gesehen, was auch an der schlechten Chancenverwertung auf beiden Seiten lag. Vor allem die Uerdinger hatten im zweiten Durchgang die eine oder andere Gelegenheit, dem 1:0 durch Danny Rankl ein weiteres Tor folgen zu lassen. Rankls Kopfballtor wurde wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben.

Nach der Pause verpassten dann auch Thackray, Mohamadou Idrissou oder der eingewechselte Takehiro Kubo mit einer Doppelchance den zweiten Treffer zu erzielen. Meerbuschs Torwart David Platen hielt sein Tor sauber. Im Gegenzug hatten die Gäste einen Konter durch Brian Günther zum Ausgleich genutzt (65.). Ein Chancenplus stand nach 90 Minuten auf der Seite des KFC. Doch zu mehr als einem Tor reichte es am Sonntag nicht.

KFC-Trainer Jörn Großkopf sagte: „Wir haben schlecht ins Spiel gefunden. Im zweiten Durchgang aber waren wir präsenter, aber noch nicht so, wie ich es mir vorstelle. Der Wille war da. Kleinigkeiten entscheiden Spiele.“ Sein Gegenüber Palikuca sagte: „Unser Matchplan ist aufgegangen. Wir hatten im ersten Durchgang mehr Chancen, nach der Pause war es umgekehrt. Wir haben es mit vielen Emotionen gelöst.“