Willi Wittmann hört als Vorsitzender des Fußball-Kreises auf

Fußball : „Die Zusammenarbeit lief hervorragend“

Willi Wittmann hört am Freitag als Vorsitzender des Fußball-Kreises auf.

Am Freitag ist Schluss. Dann hört Willi Wittmann nach 25 Jahren an der Spitze des Fußball-Kreises Krefeld/Kempen auf. Beim Kreistag im Kolpinghaus in Kempen stellt sich der 79-Jährige aus Nettetal nicht mehr zur Wahl. „Man wird müde mit der Zeit. Ich hänge aber an dem Sport und will daran weiter Anteil nehmen.“ Jürgen Hendricks, Mitglied im Kreisfußball-Ausschuss, soll der Nachfolger werden. Die WZ sprach mit Wittmann über . . .

. . . sein persönliches Fazit: „In all den Jahren hatte ich immer gute Mitarbeiter, sehr gute Kontakte zu allen Kreisen. Es gab nie Probleme, ich bin rundum zufrieden. Die Zusammenarbeit lief hervorragend.“

...die Fußballplätze in Krefeld: „Der Kreis steht hervorragend da, bis auf die Platzsituation in Krefeld, die verbesserungswürdig ist. Es ist nicht vertretbar, dass der KFC in Duisburg spielen muss. Vereine in Kempen, Grefrath und Willich haben ordentliche Plätze und Umkleidekabinen. Man unterstützt die Vereine in Krefeld nicht so wie es notwendig wäre.“

. . . die Jugendarbeit im Kreis: „Wir haben in jeder der  Kreisleistungsklassen zwölf Mannschaften. Die Teams sind gut bestückt, bei den A- und B-Junioren aber lässt es etwas nach. Der Kreis stellt viele Auswahlspieler, es finden viele Turniere statt. Die Zahlen im Mädchen- und Frauenfußball aber gehen immer mehr zurück. Da wird man mal schauen müssen, was man in Zukunft dagegen machen kann.“
. . . die Schiedsrichter: „Da ist der Kreis gut aufgestellt. Wir haben viele junge Schiedsrichter. Im Bereich von 30 bis 45 Jahren aber  fehlen einige. Ehemalige Fußballer könnten sich doch mal bereiterklären, nach ihrer Karriere umzusteigen. Aber das tun die Wenigsten. Es ist schade. Aber es ist ja auch nicht gerade einfach und auch die ganze Meckerei.“
. . . die Gewalt im Fußball: „Im Kreis sind wir noch in einer glücklicheren Situation als zum Beispiel im Ruhrgebiet. Es geht darum, nicht nur zu bestrafen, sondern auch zu beraten. Der Kreis bietet Präventionsangebote an. Vereine finden aber zu wenige Ehrenamtler, um diese Aufgabe zu übernehmen.“

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