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Wasserball: SV Bayer verpasst Sensation gegen Spandau dramatisch knapp

Final-Spiele : Wasserball: SV Bayer verpasst Sensation gegen Spandau dramatisch knapp

Die Uerdingerinnen müssen sich in einer dramatischen Finalserie den Wasserfreunden Spandau geschlagen geben.

Es fehlte nicht viel bis zur erhofften Sensation. Doch als die Sirene in der Schwimmhalle Schöneberg das entscheidende Spiel drei der Finalserie beendete, blieb den Damen des SV Bayer Uerdingen 08 nur die unangenehme Zuschauerrolle. Mit gesenkten Köpfen schwamm das Team von Trainer George Triantafyllou zum Beckenrand, sein Gegenüber Marko Stamm schnappte sich eine Sektflasche, sprang ins Wasser und feierte nach dem 9:7-Sieg zusammen mit seinen Spielerinnen der Wasserfreunde Spandau die erfolgreiche Titelverteidigung in der Wasserball-Bundesliga. Für die Damen des SV Bayer 08 bleibt nach einer guten Saison erneut nur der zweite Platz. Schon bei der zuletzt ausgespielten Saison 2019 unterlag Bayer den Damen aus der Hauptstadt mit 1:2 in der Finalserie. Dass es überhaupt zu einem entscheidenden dritten Spiel am Sonntag kam, lag an einer beeindruckenden Bayer-Leistung am Samstag.

Bayer zeigt starke Vorstellung
und erzwingt Spiel drei

Beide Teams präsentierten sich vor einer Woche im ersten Finalspiel auf Augenhöhe, umso überraschender der Start in die Partie: Das Triantafyllou-Team legte überragend los, setzte sich schon in der ersten Halbzeit ab und führte vor der Pause bereits mit 10:3. Ab Viertel Nummer drei zeigten die Gastgeberinnen dann aber an anderes Gesicht und verkürzten den Rückstand Minute für Minute. Das Schlussviertel ging noch einmal mit 4:0 an Berlin, am 13:11-Sieg der Uerdingerinnen änderte das aber nichts mehr. „Wir haben versucht das Spiel von Anfang an zu dominieren und die Mädels haben genau das gemacht, was ich von ihnen gefordert habe. Wir haben sehr gut in der Verteidigung gestanden und gut gekontert“, resümiert Triantafyllou. Das Momentum lag somit etwas auf Bayer-Seite, doch in Spiel drei erwischten diesmal die Berlinerinnen den besseren Auftakt. Jennifer Glaser und die Ex-Uerdingerin Belen Vosseberg brachten ihr Team schnell mit 2:0 in Führung, Kana Hosoya und Mariam Sallou erhöhten zwischenzeitlich auf 4:1. Doch Bayer reagierte gut und glich schnell aus – Greta Tadday und Aylin Fry stellten auf 4:4. Nachdem es auch im dritten Viertel spannend und von starken Defensiven geprägt war, fiel die Entscheidung zu Beginn des Schlussviertels. Glaser, Salloum und Lynn Krukenberg konnten ihr Team mit drei Toren in Folge den Weg zum Sieg ebnen, Bayer ging beim Stand von 5:9 dann auch die Zeit aus. Zwei Treffer von Ira Deike kamen zu spät – Uerdingen unterlag mit 7:9.

Ein enttäuschter Triantafyllou sagte nach dem Spiel: „Es war für uns alle eine sehr harte Saison und wir wollten den Meistertitel holen und die Saison mit einem guten Gefühl beenden. Unglücklicherweise war Spandau in kleinen Details besser und erfahrener als wir.“ Aylin Fry fügt an: „Anfangs fanden wir nicht ins Spiel, haben viel daneben geworfen und waren in der Verteidigung zu unkonzentriert. Zwischenzeitlich konnten wir uns zurückkämpfen. Am Ende hat letztendlich die Konzentration gefehlt, was die Berliner in dem Moment ausgenutzt haben.“ Trotz der Niederlage zeigt sich Mannschaftskapitänin Gesa Deike unter dem Strich zufrieden mit der Saisonleistung: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. [...] Nach unserer sehr guten Aufholjagd und einem hart umkämpften Spiel, hatten am Ende die Spandauerinnen den Sieg auf ihrer Seite. Ich bin zufrieden mit dem Wochenende, weil wir alles gegeben haben und bin stolz auf meine Mannschaft.“