Wasserball: Bayer und SVK bestreiten Derby am Waldsee

Wasserball : Wasserball: Stadtderby am Waldsee

Bayer und die SVK kämpfen am Mittwoch in der Bundesliga um die Playoff-Plätze.

Zur ungewohnten Zeit steigen am Mittwochabend die Wasserballer des SV Bayer Uerdingen 08 und der SV Krefeld ‚72 ins Wasser. Während ein Großteil der Ligaspiele meist am Wochenende stattfinden, wurde das Krefelder-Derby in der Bundesliga Pro B-Gruppe unter der Woche angesetzt. Der Brisanz des Duells tut dies allerdings keinen Abbruch. Nicht nur aufgrund der Lokalrivalität sorgt das Aufeinandertreffen für Spannung. Tabellarisch gesehen sind beide Mannschaft punktgleich, holten einen Sieg aus drei (SVK) bzw. vier (Bayer) Spielen. Und auch abseits des Spielgeschehens durchlaufen die Vereine derzeit keine einfache Zeit. Bayer strukturiert sich gerade neu, der kurzfristige Abgang von Trainer Milos Sekulic macht die Sache nicht leichter. Der langjährige Uerdinger wird im kommenden Monat zum Bundesstützpunkt nach Berlin wechseln und einen Posten bei den Wasserfreunden Spandau einnehmen. Das Derby wird wohl sein letztes Pflichtspiel am Beckenrand sein, Abteilungsleiter Rainer Hoppe wird ihn dabei unterstützen und schon am Wochenende die Rolle des Cheftrainers übernehmen.

Training wegen Schließung des Badezentrums verlegt

Für die SVK sind die Probleme anders gelagert. Nachdem ihre Heimspielstätte, das Badezentrum Bockum, zum wiederholten Male gesperrt wurde, müssen die Krefelder bei der Suche nach Trainingszeiten flexibel sein. Am Montag trainierte das Team von Trainer Werner Stratkemper beim Ligakonkurrenten aus Düsseldorf. Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Und so wäre ein Derbysieg für beide Mannschaft Balsam für die Wasserball-Seele.

Im letzten Jahr entschied die SVK beide Duelle für sich, gewann das Hinspiel mit 7:3 und das Rückspiel mit 11:10. Vor dem Derby am Mittwoch ist die Favoritenrolle aber offen. Beide Teams begegnen sich auf Augenhöhe, SVK-Trainer Stratkemper sagt: „Eine Reihe unserer jungen Spieler zeigen gerade eine gute Entwicklung. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir uns ordentlich verkaufen werden.“ Bayer muss aufgrund der ungewöhnlichen Terminierung berufsbedingt auf Simon Freisem und Sven Roeßing verzichten, kann dafür aber Spielern des U18-Kooperationspartners aus Duisburg Spielpraxis geben. Rainer Hoppe: „Ich bin optimistisch.“ Für beide ist das Derby übrigens der Start in einen harten Spielplan, der drei Spiele in fünf Tagen vorsieht.