Wasserball: Bayer-Frauen sichern sich Platz eins

Wasserball: Bayer-Frauen sichern sich Platz eins

Die Uerdingerinnen gehen als Ligaprimus in die Play-offs. Erfolg gegen Heidelberg war aber mühselig.

Krefeld. Im letzten Heimspiel der Hauptrunde in der Deutschen Wasserball Liga der Frauen ist dem SV Bayer Uerdingen gegen den Tabellenfünften SV Nikar Heidelberg ein 21:11 (5:1/5:5/5:1/6:4)-Erfolg geglückt. Die Heidelbergerinnen waren ein unbequemer Gegner, vor allem im zweiten Viertel (5:5) stellten sie die Bayer-Damen vor Probleme. Dabei hatte das Team von Trainerin Pia Schledorn das erste Viertel noch mit 5:1 dominiert. Das dritte Viertel konnten die Gastgeberinnen wieder klar für sich entscheiden und auf 15:7 davonziehen.

Torjägerin Claudia Kern, die fünf Treffer beisteuerte, war mit dem Spiel nicht zufrieden: „Es war ein körperbetontes Spiel, das durch fragliche Schiedsrichterentscheidungen sehr angeheizt war und gleichzeitig aus den Fugen zu geraten schien. Es war niemand wirklich zufrieden, dies war bereits im Spiel sichtbar. Es war insgesamt ein deutlicher, aber wenig schöner Sieg, der trotz allem zwei weitere Punkte einbrachte.“

Verzichten musste das Team auf die erfahrene Nationaltorhüterin Bianca Ahrens, die aufgrund einer Verbrennung an der linken Hand passen musste. Die Ersatztorfrauen Kari Vossenberg und Carolin Bährendahls konnten sie aber gut vertreten. „Ich bin schockiert über die Schiedsrichterleistung und gleichzeitig froh, dass keine größeren körperlichen Schäden zustande gekommen sind. Claudia Blomenkamp musste sogar im Krankenhaus an der Nase behandelt werden, kam aber mit einer Prellung noch einmal glimpflich davon. Bis zum Pokal müssen wir noch einiges tun und haben noch viel Potenzial nach oben“, sagte Trainerin Pia Schledorn.

Kapitänin Claudia Blomenkamp, die acht Treffer erzielte und mit insgesamt 73 Toren vor ihrer Teamkameradin Claudia Kern (50 Treffer) die Torjägerliste souverän anführt, bemängelt ebenfalls die geringe Chancenauswertung: „Wir müssen aus diesem Spiel mitnehmen, dass wir unsere Chancen in naher Zukunft besser nutzen müssen. Im Pokal und auch in den anschließend anstehenden Playoffs müssen solche hochprozentigen Möglichkeiten genutzt werden, sonst könnte es schwierig werden mit der Titelverteidigung.“

Torschützinnen: Claudia Blomenkamp (8), Claudia Kern (5), Anja Seyfert (3), Belen Vossenberg (2), Shino Magariyama, Lara Mischel, Sophie Hoppe (je 1).

Mehr von Westdeutsche Zeitung