Zwischen Hoffnung und Selbstaufgabe

Der VfR Fischeln besiegt Schlusslicht Düsseldorf und hat nur noch fünf Punkte aufzuholen.

Der Fischelner Abwehrspieler Simon Kuschel hat das Dilemma, in dem sich die abstiegsbedrohten Oberliga-Fußballer des VfR Fischeln seit Wochen befinden, nach dem 4:1-Heimsieg gegen den Tabellenletzten Düsseldorfer SC 99 so beschrieben. Die Gefühle pendeln zwischen Hoffnung und Selbstaufgabe.

Auf die Frage, ob sich die Mannschaft zwischenzeitlich selbst abgeschrieben hätte, sagt er: „Es ist ein Hin und Her. Mal sind wir schon weg, dann gewinnen wir wieder. Wir sind ja noch im Rennen, weil auch die Anderen nicht überragend sind.“ Die Anderen, das sind zum Beispiel Turu Düsseldorf, das am Samstag Hiesfeld mit 0:3 unterlag. Oder der VfB Hilden, der 1:1 in Homberg spielte. Der VfR hat nun, sechs Spiele vor Saisonschluss, fünf Punkte Rückstand auf beide. „Ich hoffe noch auf das direkte Duell mit Hilden. Wir glauben noch dran“, sagt Kuschel.

Gut eine Stunde im Spiel gegen den DSC sah es so aus, als gäbe es für die Krefelder nichts mehr zu gewinnen. Harmlosigkeit auf beiden Seiten, kein Qualitätsunterschied zwischen Fischeln und dem abgeschlagenen Letzten. Philipp Wiegers, gerade aus einer Verletzungspause zurück, musste mit Verdacht auf Wadenbeinbruch vom Feld. Dann der Rückstand nach 57 Minuten. Und plötzlich bäumten sich die Hausherren doch noch auf. Doppeltorschütze Dustin Orlean drehte die Partie, Haktan Cakir und Christian Sadlowski legten nach. Trainer Josef Cherfis Einwechslung von Luca Esposito aus dem jüngeren A-Junioren-Jahrgang machte den Unterschied. Die Türen für die A-Junioren-Bundesliga stünden im Sommer offen für das Eigengewächs, sagte Cherfi, der nach dem dritten Heimsieg der Saison erklärte: „Es sind noch 18 Punkte zu vergeben. Wir machen einfach weiter.“ anle

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