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VfR Fischeln: „Es ist eine Minute vor zwölf“

VfR Fischeln: „Es ist eine Minute vor zwölf“

Am Sonntag gastiert das Schlusslicht beim SV Uedesheim und will im Abstiegskampf ein Zeichen setzen.

Krefeld-Fischeln. Der Zorn stand Thomas Schlösser förmlich ins Gesicht geschrieben. Schon vor Ende der Partie verließ der Vorsitzende des VfR Fischeln frustriert die Spielstätte in Oberhausen. Seine Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt längst geschlagen und hatte über weite Phasen ein betrübliches Bild abgegeben. Nach der neuerlichen 2:5-Niederlage zieren die Oberliga-Fußballer des VfR nunmehr das Ende der Tabelle.

Das Flaggschiff des VfR Fischeln ist in schwere See geraten. Gerade die Art und Weise, wie die Krefelder sich im Abstiegsduell mit RW Oberhausen präsentierten, sorgt für ein Stimmungstief an der Kölner Straße. „Es ist eine Minute vor zwölf. Wir müssen die restlichen 14 Spiele so bestreiten, dass wir zumindest noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben“, sagte Schlösser. „Das Verhalten auf dem Platz gefällt mir gar nicht. Das Aushängeschild des Vereins muss sich dem Niveau des Klubs anpassen. Die Spieler sollen weniger an sich, sondern mehr ans Kollektiv denken“, sagt der 50-Jährige.

Es ist das alte Lied: Fischeln bekommt zu einfache und zu viele Gegentore. Mittlerweile hat das Schlusslicht 59 Treffer hinnehmen müssen, 2,4 pro Partie. Vor allem in der desolaten Anfangsphase kassierte der VfR bei RWO binnen 20 Minuten drei Stück. Bei den eigenen Treffern liegt der VfR mit 34 Toren aus 24 Spielen noch im Ligamittelfeld.

Trainer Josef Cherfi hat mit seiner Mannschaft am Dienstag die Niederlage in Oberhausen analysiert. „Wenn der Gegner besser ist, dann ist er besser. Aber man muss erkennen können, dass die Mannschaft alles versucht, um das Blatt zu wenden“, sagt Cherfi. „Im Abstiegskampf muss man eben kämpferisch und läuferisch dagegenhalten. Die Spieler haben das verstanden, aber an der Umsetzung fehlt es.“ Zu wenige Akteuren erreichten in Oberhausen Normalform.

Im nächsten Abstiegsduell mit dem SV Uedesheim (16.) am Sonntag in Neuss verlangt Cherfi eine kompaktere Mannschaftsleistung. Noch will sich der VfR nicht geschlagen geben.