Hußmanns fordert mehr Leidenschaft

Hußmanns fordert mehr Leidenschaft

Der Trainer des VfR Fischeln will beim Spiel in Ratingen mehr Einsatz bei seinen Spielern sehen.

Fischeln. Bereits am zweiten Spieltag bekommt es der Fußball-Niederrheinligist VfR Fischeln mit einem echten Schwergewicht der Liga zu tun. Die Krefelder müssen am Sonntag zum Aufstiegsaspiranten Ratingen 04/19, der im ersten Spiel bei Liga-Neuling Rot-Weiß Oberhausen 4:0 gewann.

"Die Trauben hängen in Ratingen sehr hoch", sagt VfR-Präsident Thomas Schlösser, "das ist eigentlich nicht unsere Kragenweite." Beim vergangenen Gastspiel im Ratinger Stadion war ein ordentliches Fußballspiel wegen der orkanartigen Böen kaum möglich.

Dennoch konnte Fischeln eine 1:0-Führung lange behaupten - erst in der Nachspielzeit fiel der Ausgleich. Das Hinspiel hatte der VfR gegen überlegene Gäste sogar gewonnen (1:0). "Wir haben gute Erinnerungen an Ratingen. In unserer Außenseiterrolle fühlen wir uns immer wohl", sagt Fischelns Torwart Till Kohnen.

Dass der VfR aber auch in Ratingen etwas holen will, ist selbstverständlich. "Es geht darum, dass wir nicht gleich zu Saisonbeginn in den Tabellenkeller rutschen. Wir möchten uns im Mittelfeld festkrallen", sagt Kohnen.

Mit einer Punkteteilung könnte sich auch VfR-Trainer Dieter Hußmanns anfreunden. "Wenn es uns wieder gelingt, Nadelstiche zu setzen, wäre das gut", sagt der Übungsleiter. An der Leidenschaft, die Hußmanns im ersten Spiel gegen Viersen (1:1) noch etwas vermisste, sollte es diesmal nicht mangeln. "Ich sehe keinen Grund, das Spielsystem zu ändern", sagt der Trainer.

Verzichten muss der Kempener dauerhaft auf René Hebold und Marvin Haupt. Hebold verbringt die Zeit bis Januar im spanischen San Sebastian, als Teil seines Studiums. Haupt wird aus beruflichen Gründen (in Norddeutschland) nur noch sehr eingeschränkt trainieren können und nur noch dem Kader der zweiten Mannschaft angehören.

Der junge David Machnik (zuletzt zweite Mannschaft) dürfte laut Hußmanns für das Ratingen-Spiel eine Alternative im Mittelfeld sein. Bei den Langzeitverletzten Holger Kox und Michael Enger ist indes Geduld gefragt. Mit Enger rechnet Hußmanns erst im Januar, Routinier Kox könnte dagegen schon im Spätherbst zurückkehren.

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