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Hitzige Schlussphase bringt dem VfR Fischeln den Sieg

Hitzige Schlussphase bringt dem VfR Fischeln den Sieg

Ein Tor von Kevin Enke in der Nachspielzeit sorgt für einen 2:1-Erfolg für die Mannschaft von Trainer Josef Cherfi.

Fischeln. Ein später Siegtreffer, eine Rudelbildung auf dem Platz und einige aufgebrachte Zuschauer: Die Endphase des Abstiegsduells in der Fußball-Oberliga zwischen dem VfR Fischeln und dem SV Sonsbeck verlief hochemotional. Kurz zuvor hatte Fischelns Kevin Enke mit einem Kopfball nach einem Freistoß von Michael Killich in den Schlusssekunden den 2:1-Sieg perfekt gemacht, dann flog der Sonsbecker Daniel Jagenburg nach einem rüden Foul an Moritz Steiner mit Rot vom Platz.

Selbst nach dem Abpfiff standen noch einige Besucher unter Strom. Fans aus Sonsbeck sahen sich von Schiedsrichter Sven Heinrichs benachteiligt, auch beim Freistoß zum entscheidenden 2:1. Die Szenen passten eigentlich nicht zu einer Partie, in der sich beide Mannschaften zuvor fair, aber beherzt bekämpft hatten.

Über ein Remis hätte sich keine Seite beschweren dürfen. Fischeln dominierte den ersten Durchgang, Sonsbeck war nach der Pause tonangebend. Früh ging der VfR durch Stephan Heller in Führung (9.), hatte mehr Zug zum Tor und wirkte gefährlicher, machte aber zu wenig aus seinem Übergewicht.

In Durchgang zwei geriet der nun etwas unordentlich agierende Gastgeber gegen aggressiver spielende Sonsbecker in brenzlige Situationen. Beim Ausgleich überraschte Sonsbecks Tobias Kästner VfR-Torhüter Till Kohnen mit einem direkten Freistoß auf den ersten Pfosten (56.).

Noch vor wenigen Wochen hätten die Krefelder wohl auch diesen Punkt noch aus der Hand gegeben. Doch am Sonntag behielt das Team alle drei Zähler. Es läuft derzeit gut bei der Mannschaft von Trainer Josef Cherfi, die nun als 17. mit 20 Punkten aus 19 Partien nur noch drei Zählern Rückstand auf den 13. Platz hat, der am Saisonende den sicheren Klassenerhalt bedeuten würde.

„Wir haben in der Hinrunde schwere Phasen überstanden, in der Vereinsführung und im Trainerstab aber nie die Ruhe verloren. Zuletzt hat die Mannschaft gezeigt, wozu sie in der Lage ist“, sagte Cherfi nach drei Siegen und einem Remis aus vier Spielen. „Wir haben uns mehr Punkte erhofft. Aber ich bin zuversichtlich, dass das Team das Potenzial hat, die Klasse zu halten“, sagte Klub-Chef Thomas Schlösser.