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Fischeln: „Wir dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren“

Fischeln: „Wir dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren“

Der VfR hat mal wieder Personalsorgen. Dennoch wollen die Krefelder die Partie in Kapellen nicht abschenken.

Krefeld-Fischeln. Stephan Maas, Stephan Heller, Henning Niedmers und Kevin Enke — sie bilden beim Fußball-Oberligisten VfR Fischeln eigentlich die Innenverteidigung. Doch vor dem Auswärtsspiel beim SC Kapellen drohen alle vier Abwehr-Spezialisten auszufallen. Als wäre die Aufgabe für den Tabellen-18. gegen den Zweiten nicht schon knifflig genug, kommt es nun noch dicker für die Mannschaft von Trainer Josef Cherfi, der sich selbst mit einer Erkältung rumschlägt und seine Spieler bis zum Sonntag nicht auch noch anstecken und weiter schwächen will. Enke ist privat verhindert, Niedmers mit einer Knieverletzung außer Gefecht gesetzt. Und für die beiden Routiniers Heller und Maas (beide im Aufbautraining) kommt die Partie in Kapellen laut Cherfi wohl noch etwas zu früh. Doch bleiben für diese Position kaum Alternativen.

Eine Option ist der erst 18-jährige und 1,86 m große Jan Siebe, der schon in der Hinrunde die eine oder andere Schlacht in der Oberliga geschlagen hat, aktuell aber Trainingsrückstand hat. Als Außenverteidiger fällt zudem Daniel Lingen aus, der zuletzt aber nicht mehr erste Wahl war. Eventuell will Cherfi auf Niklas Mertens aus der Reserve-Mannschaft zurückgreifen, der beretis in der Vorbereitung in einigen Testspielen ausgeholfen hat. Auch der vielseitige René Hebold könnte wieder in die Viererkette rücken.

Das Tabellenbild ist aktuell verzerrt. Zig Nachholspiele sind noch zu absolvieren. Dennoch gilt Kapellen, das im Winter Trainer Markus Anfang an Bayer Leverkusen verloren hat und nun vom Ex-Co-Trainer Klaus Schütz angeleitet wird, als eine der stärksten Mannschaften der Liga. Die jüngste Niederlage (0:3 gegen Wuppertal) fiel vom Ergebnis deutlicher aus als der Spielverlauf war.

Die Rollen sind klar verteilt. „Wir sind krasser Außenseiter und haben nichts zu verlieren“, sagt Cherfi. „Das heißt aber nicht, dass wir in Ehrfurcht erstarren dürfen. Wir müssen so auftreten wie gegen Speldorf, aber die individuellen Fehler abstellen.“ Mal sehen, ob Fischeln überraschen kann. Es wäre ein Punktgewinn, den man nicht auf der Rechnung hat.