Drei Fragen an Stefan Linser, Fußballer des VfR Fischeln

Drei Fragen an Stefan Linser, Fußballer des VfR Fischeln

Krefeld. Fußball-Oberligist VfR Fischeln braucht Siege im Abstiegskampf, hat aber gegen Straelen wieder eine Niederlage erlitten. In der letzten Minute. Stefan Linser, seit 2011 dabei, der Allrounder des Oberligisten und mit 33 Jahren der Erfahrenste auf dem Platz, spricht über die sportliche Situation nach der Hinrunde.

Herr Linser, was ist Ihr Fazit zur Niederlage gegen Straelen?

Stefan Linser: Es spiegelt unsere Gesamtsituation. Wir haben in der zweiten Hälfte ein gutes Spiel gemacht. Dann kriegen wir aus 20 Metern so einen Schuss rein und verlieren ein Spiel wie vor zwei Wochen. Wir haben gegen Straelen aber deutlich besser gegengehalten. Dass es ein Duell Erster gegen Vorletzter war, hat man nicht gesehen. Da sieht man, wie viel Potenzial im Team steckt.

Woran machen Sie die Probleme fest?

Linser: Wir hatten viele Verletzte. Es ist ein Sinnbild, dass der Co-Trainer Sven Kegel noch ran musste. Es ist wohl auch ein psychologisches Problem: Wenn du unten stehst, machst du dir Gedanken über Dinge, die du vor sechs oder sieben Monaten einfach gemacht hättest. Zudem rufen wir nicht alles ab. Das ist eine schlechte Kombination.

Wie gehen Sie und die Mannschaft mit der Situation um?

Linser: Wir haben eine junge Mannschaft, in der junge Spieler schon früh Verantwortung übernehmen müssen. Der eine oder andere bräuchte eigentlich mal eine Pause. Wir laufen auf dem Zahnfleisch. Für manche ist der Abstiegskampf eine komplett neue Situation. Wir müssen einfach jede Woche das Maximum rausholen, akribisch bleiben und auf den Moment warten, auch mal so ein dreckiges Spiel für uns zu entscheiden. anle

Mehr von Westdeutsche Zeitung