Cherfi verlängert nach Sieg

Der Trainer von Fußball-Oberligist VfR Fischeln sagt nach dem 4:2 über den SC Düsseldorf-West für die nächste Saison zu.

Ein Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf oder doch nur ein leichtes Flackern? Der erste Heimsieg der Saison und überhaupt der erste Sieg seit dem 22. Oktober, seit dem 3:0 gegen den DSC Düsseldorf, sorgte an der Kölner Straße am Sonntag um 16.50 Uhr mal wieder für ein paar lachende Gesichter bei Spielern und Verantwortlichen von Fußball-Oberligist VfR Fischeln. Das 4:2 gegen den SC Düsseldorf-West war aber nur der Prolog für die wegweisende Entscheidung, die am Abend fiel: Josef Cherfi, der seit Sommer 2011 in Fischeln arbeitet und die Aufstiege 2012 und 2014 in die Oberliga wie auch den Abstieg 2013 verantwortete, trainiert die Mannschaft auch in der nächsten Saison. Sein Assistent Sven Kegel hört im Sommer aus beruflichen Gründen auf, wie Vorsitzender Thomas Schlösser mitteilte.

Zwar verkürzten die Krefelder den Rückstand auf Platz 14 auf sechs Punkte, doch haben die Konkurrenten weniger Spiele bestritten. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte Schlösser, der Cherfi nach dem Spiel in sein Wohnzimmer einlud, um dort das finale Gespräch über die gemeinsame Zukunft beim VfR Fischeln zu führen: „Aber dazu müssen wir jetzt nachlegen, eine Aufholjagd beginnen.“ Die Planungen für die nächste Saison in der Landesliga laufen. In Fischeln gibt man sich keinen wilden Fantasien hin. Zu unbeständig spielten die Fischelner in der Saison.

Cherfi sagt nach dem Sieg über den SC West: „Die Spieler sollten die Tabelle heute mal vergessen, einfach Spaß haben, sich mit einfachen Mitteln mal belohnen.“ Cherfi beorderte die Verteidigungsreihe weiter nach vorne, um so mehr Druck auf die Düsseldorfer auszuüben. Das gelang. Der Tabellenvorletzte erzielte nach langer Zeit mal wieder vier Treffer in einem Spiel. Nur am ersten Spieltag beim 5:2 gegen Speldorf war dies gelungen.

Philip Reichardt traf zur 1:0-Führung (17.). Tim Kosmala (47.) glich zum 1:1 aus. Dann war Zugang Michael Andres zweimal im Strafraum zur Stelle. Dominik Oehlers sorgte für die Entscheidung zum 4:1. Die Schlussoffensive des SC West kam zu spät. Eine Wende im Abstiegskampf will Cherfi noch nicht sehen: „Wenn das der einzige Sieg bleibt, haben wir da nichts von. Ich schaue jetzt in aller Ruhe von Spiel zu Spiel.“

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