VfR Fischeln künftig mit kleinerem Etat

VfR Fischeln : VfR Fischeln künftig mit kleinerem Etat

Verein will Eigengewächse und Spieler mit Vergangenheit im Klub binden. Vier Zugänge stehen fest.

In der Fußball-Landesliga befindet sich der VfR Fischeln gerade in einem Übergangsjahr. Am vergangenen Freitag, 15. März, trat der langjährige Vorsitzende Thomas Schlösser ab, die Führung des Mehrspartenvereins mit 989 Mitgliedern liegt nun in den Händen einer Gruppe um den neuen VfR-Chef Ralf Boortz. Und die hat gleich zum Amtsantritt einen neuen Weg aufgezeichnet.

Eines ist dabei klar: Die erste Mannschaft des VfR Fischeln wird künftig mit einem „drastisch geringeren Etat“ auskommen müssen, wie es der 56-jährige Boortz formulierte und den Mitgliedern versprach: „Wir werden das Vereinsvermögen nicht für den Fußball ausgeben.“ Vielmehr sollen in Zukunft Eigengewächse und Spieler mit VfR-Vergangenheit den Stamm der Mannschaft ausmachen. „Wir wollen junge Leute an den Verein binden und die Zuschauer begeistern. Wir wollen ein gewisses VfR-Flair herstellen“, sagt der neue Vorsitzende.

Die Zeiten, in den höherklassig erfahrene Akteure aus der Region an die Kölner Straße wechselten — und dann im Gegenzug eine Arbeitsstelle in den Firmen von Schlösser oder des inzwischen zurückgetretenen Cheftrainers Josef Cherfi erhielten, sollen vorbei sein. Mehr Identifikation, mehr Vereinstreue, mehr „Fischelner Blut“ erhofft sich die neue Clubführung von den Veränderungen. Boortz: „Wir wollen uns in der Landesliga konsolidieren, angepasst an das geringere Budget.“ Die Verpflichtung des neuen Trainers Karl-Heinz Himmelmann, der im Sommer übernimmt, passt daher ins Bild. „Er kann mit jungen Spielern gut arbeiten. Dazu werden wir auch vier bis fünf erfahrene Spieler im Team haben“, sagt der 56-Jährige.

Sind die Zeiten der Oberliga — vor zwei Jahren verzeichnete der VfR dort mit Platz vier das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte — also vorbei? Abteilungsleiter Ralf Rusbült verneint, allerdings hänge dies auch von neuen, künftigen Sponsoren ab: „Erst wollen wir uns in der Landesliga etablieren.“

„Die Oberliga ist aber nicht aus dem Kopf. Wir stehen derzeit mit bis zu acht Spielern in Kontakt, die alle eine Fischelner Vergangenheit haben.“ Sechs Spieler aus der eigenen A-Jugend haben bereits für die kommende Saison für die erste Mannschaft zugesagt.

Durch die höhere Bindung zum Verein sollen auch wieder mehr Besucher auf die Anlage gelockt werden. Überhaupt soll das Vereinsleben gestärkt werden, sagte Boortz bei seiner Amtseinführung. Die einzelnen Abteilungen sollen mehr miteinander zusammenkommen, nicht mehr autark zueinander stehen. Auch die Renovierung der Platzanlage hat sich die neue Führung zur Aufgabe gesetzt. Der Rasenplatz soll instandgesetzt werden und bespielbar werden. Und da wäre ja immer noch der Wunsch des VfR nach einer kleinen Tribüne.

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