Fußball : Überlegener VfR nur remis

Landesliga Trotz bester Chancen muss sich Fischeln gegen Dingden mit einem 1:1 begnügen. Tönisberg verliert ein Spektakel

Der VfR Fischeln hat einen Heimsieg am sechsten Spieltag der Fußball-Landesliga verpasst. Gegen BW Dingden war die Mannschaft um Trainer Karl-Heinz Himmelmann spielbestimmend, musste sich am Ende aber mit einem 1:1 zufriedengeben. „Wir müssen mit dem Punkt unzufrieden sein. Dafür waren wir einfach über die 90 Minuten die bessere Mannschaft und hatten zu viele Torchancen“, erklärt Himmelmann. Besonders in der ersten Halbzeit dominierten die Fischelner. Der Tabellenzweite aus Dingen hatte keine nennenswerte Torchance, Fischeln war der Führung in Form von Ercan Sendag zweimal nahe (18./26.). Nach dem Seitenwechsel wurde Fischeln dann kalt erwischt. Nach einem fragwürdigen Freistoßpfiff brachte Dingden den Ball in den Strafraum, spielte dort ihren Größenvorteil oftmals aus. Zunächst parierte Simon Sell stark, gegen den Abstauber von Mauritz Varwick konnte der Schlussmann dann aber nichts mehr machen. Fischeln brauchte einige Minuten, kam dann aber wieder besser ins Spiel. Nach Foul an Sendag verwandelte Fynn Ziemes in der 77. Minute den fälligen Elfmeter und belohnte Fischeln so immerhin mit einem Zähler.

Obmann Marcus Bister steht
beim VfL an der Seitenlinie

Deutlich spektakulärer ging es derweil beim VfL Tönisberg zu. Schon im Vorfeld war einiges anders: Trainer Andreas Weinand musste beruflich passen, auch Co-Trainer Damir Salkovic war verhindert. Teammanager Marcus Bister stand somit an der Seitenlinie und sah ein wahres Spektakel an dessen Ende die Berger mit 4:5 beim SV Hönnepel-Niedermörmter unterlagen. Dabei führten die Gäste nach gut 30 Minuten mit 3:0 – Mario Knops (12./15.) und Niklas Jahny (35.) hatten die Weichen früh auf einen Auswärtssieg gestellt. Auch danach hätte das Bister-Team erhöhen können. Völlig aus dem Nichts kam der Gastgeber dann zurück, binnen zwei Minuten verkürzten Marvin Ellmann und Maik Noldes auf 2:3. Die Hintermannschaft der Berger sah dabei gleich doppelt schlecht aus. Hö-Nie kam so ins Spiel zurück und hatte auch nach der Pause Rückenwind. Spätestens nach dem Ausgleich von Marvin Müller (60.) war das Spiel völlig offen. Als Jan-Niklas Esser dann Tönisberg wieder in Führung schoss (71.) schien sich das Blatt wieder zugunsten der Gäste zu wenden.

Wie im ersten Durchgang hatte Tönisberg im Anschluss genügend Möglichkeiten, um das Spiel endgültig zu entscheiden. Doch es kam knüppeldick: Nicht nur glich Elidon Bilali zum 4:4 aus (77.), Ellmann erhöhte sieben Minuten vor dem Ende sogar noch auf 5:4. Der Tönisberger Aushilfstrainer Marcus Bister war nach dem Spiel regelrecht sprachlos, sagte zum spektakulären Verlauf der Partie: „Das war ohne Zweifel ein Spiel, das man niemals verlieren darf. Ich weiß nicht wie das passieren konnte, es war unglaublich.“