Treudeutsch Lank überrascht in Königshof mit Derbysieg

Treudeutsch Lank überrascht in Königshof mit Derbysieg

Der Verbandsligist siegt mit 26:23-Treffern in einem Festival der ausgelassen Torchancen.

Treudeutsch Lank sorgt zum Rückrundenstart in der Handball-Verbandsliga für eine faustdicke Überraschung. Mit 26:23 (13:13) siegte das Team von Trainer Mario Lenders im Nachbarschaftsduell bei Adler Königshof II und gehört weiter zum Spitzen-Quintett der Liga. In einem Festival der ausgelassenen Torchancen und unzähliger technischer Fehler profitierte Lank von der besseren Defensive und einem starken Torhüter Tony Leygraf. Königshof verwarf zudem drei Siebenmeter. Die Gäste setzten sich in der zweiten Hälfte allmählich auf 17:14, später auf 21:16 ab und brachten den Vorsprung in der Schlussphase routiniert über die Zeit.

Lank revanchierte sich damit für die 22:24-Niederlage aus dem Hinspiel. Trainer Mario Lenders sagt: „Wir waren dieses Mal viel besser auf die taktischen Feinheiten von Königshof vorbereitet. Eine starke Leistung muss ich unserem Spielmacher Stefan Leuchten bescheinigen, der unsere Angreifer auf den Halbpositionen immer wieder mustergültig in Szene gesetzt hat.

Die Turnerschaft Grefrath setzte ihren Erfolgsweg in der Verbandsliga fort. Im achten Spiel in Folge setzte es keine Niederlage. Mit 23:21 besiegte Grefrath den Abstiegskandidaten Jahn Hiesfeld, ohne sich mit Ruhm zu bekleckern. Trainer Michael Küsters sagt: „Ich war der Überzeugung, unsere positive Serie würde uns mehr Sicherheit geben. Doch erst in der letzten Viertelstunde haben wir unser wahres Gesicht gezeigt und das Spiel nach Hause geschaukelt.“ Im Hinspiel ging Grefrath noch mit 17:26 unter.

Schützenhilfe vom Stadtnachbarn und Tabellendritten TV Vorst, der mit 27:21 gegen den Drittletzten Korschenbroich II gewann, erhielt Abstiegskandidat Turnerschaft St. Tönis. Mit 29:23 setzte sich der Tabellenvorletzte gegen Rot-Weiß Oberhausen durch und verließ erstmals die Abstiegsränge. Überragender Spieler bei St. Tönis war der Ex-Königshofer Kai Wingert mit zehn Toren, der gut zehn Minuten vor dem Schlusspfiff mit dem 25:20 für die Vorentscheidung sorgte.

Trotz großer Personalsorgen gab sich Landesligist Hülser SV beim 33:22 (20:9)-Erfolg über die Zweitvertretung von Treudeutsch Lank keine Blöße. HSV-Trainer Michael Görtz standen nur sieben Feldspieler zur Verfügung, die jedoch ihre Sache gut machten. Damit jedoch Auswechselspieler zur Verfügung standen, machte Görtz seine beiden weiteren Torhüter zu Feldspielern. ps