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Radrennen: Tour-Pedaleure sollen durch die Innenstadt rollen

Radrennen : Tour-Pedaleure sollen durch die Innenstadt rollen

Nur fünf Tage nach dem Ende der Frankreich-Rundfahrt steigt am 28. Juli ein Profirennen in der City.

Krefeld. Lange währte die Enttäuschung im Herbst nicht, als klar wurde, dass die Tour de France in 2017 einen Bogen um Krefeld machen würde. Zumindest das Radsport-affine Duo Christian Kölker und Tobias Stümges, das eine Event-Agentur betreibt und über mehrere Monate die Werbetrommel für eine Durchfahrtspassage im Stadtgebiet gerührt hatte, drehte den Scheinwerfer sofort nach vorne. Nun steht fest: Am 28. Juli, nur fünf Tage nach Ende der großen Frankreich-Rundfahrt, wo die Stars der Szene noch über den Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées rollen, geht es in Krefelds Innenstadt um Reifenbreite. Ein Nach-Tour-Kriterium, wie es eines seit 2010 in Krefeld nicht mehr gegeben hat. Ein gut gewählter Zeitpunkt unmittelbar nach dem Saisonhöhepunkt, um die Radsport-Fans am Niederrhein doch noch ein bisschen Fahrtwind spüren zu lassen, der ihnen in der zweiten Etappe der Tour von Düsseldorf nach Lüttich entgeht. Der Name ist Programm: Retour Le Tour. Ein bisschen Wehmut schwingt in den Worten mit.

Stümges, der Leiter des Rennsports an diesem Tag, sagt: „Es soll ein Familienfest werden.“ Und eine Anknüpfung an die früheren Radrennen in Krefeld, wie das SWK Classics. 40 bis 50 Fahrer sollen am Profirennen am Abend ab 19.45 Uhr an den Start gehen, davon auch „fünf bis sechs Tour-de-France-Teilnehmer“, wie Stümges verrät. Die Verträge aber habe er noch nicht unterzeichnet. Das soll im Mai oder Juni konkreter werden. Er habe allerdings schon Kontakte geknüpft. Einen wie den Rostocker Sprinter André Greipel nennt er einen „Wunschgedanken, der aber wohl finanziell nicht zu haben sein wird“.

Ulrich Cloos vom Krefelder Stadtmarketing sagt zum neuen Event: „Das ist eine gute Plattform für den Radsport in Krefeld. Die Streckenführung ist gelungen. Es ist auch eine Werbung für das Fahrrad als Mittel der Nahmobilität.“ Vor diesem Hintergrund soll auch der Niederrheinische Radwandertag neu aufgezogen werden.

Gefahren wird entlang der Breite Straße, Rheinstraße, Lohstraße, Marktstraße und zurück in die Breite Straße. Die Wälle sollen nicht betroffen sein. Eine Runde ist demnach 1,2 Kilometer lang. Start und Ziel sollen auf der Breite Straße nahe des Dionysiusplatzes sein. Eintritt wird nicht genommen. Darum, so Christian Kölker, brauche es neben den bereits gefundenen Sponsoren noch mehr Industriepartner. Zudem erhofft sich der Bockumer auch Effekte für die Händler und Verkäufer: „Wir wollen die Gastronomie einbinden. Es geht dabei auch um eine Belebung der Innenstadt.“

Neben den Profis gehen ab 17 Uhr schon die Kinder und Jugendliche im „Fette-Reifen-Rennen“ an den Start. Es folgen die Junioren, das immer bunte Nachbarschaftsrennen, das Derny-Rennen, wo hinter einem Schrittmacher hinterhergefahren wird. Bis zu 10 000 Besucher erwarten die Veranstalter. Im Anschluss gibt es noch eine Feier.