Tischtennis-Klubs spielen solide Saison — aber dennoch mit zwei Ausreißern

Tischtennis-Klubs spielen solide Saison — aber dennoch mit zwei Ausreißern

Die Krefelder Vereine haben nichts mit dem Abstieg zu tun. Beim Verbandsligisten Kempener LC kracht es gewaltig, Landesligist Mülhausen muss in der Relegation nachsitzen.

Die Tischtennis-Saison 2017/18 steht mehr oder weniger in den Büchern. Die meisten Teams hatten nichts mit den Entscheidungen zu tun, stattdessen spielte ein Großteil der Mannschaften eine grundsolide Saison. Allein BW Mülhausen muss zittern, wie im Vorjahr. In Kempen herrscht dagegen Chaos. Ein Überblick.

Die erste Herren-Mannschaft des SC Bayer 05 Uerdingen machte es noch einmal spannend. Konkurrent Ronsdorf spielte sich mit drei Siegen an Bayer heran, doch die Uerdinger bewiesen am letzten Spieltag Klasse und Nerven, spielten 8:8 beim bis dato fehlerlosen Oberliga-Meister TG Neuss und bleiben in der Oberliga NRW. Auch für Bayer II hielt die Saison ein versöhnliches Ende bereit. In der Verbandsliga schielte die Mannschaft kurz auf den Aufstieg, es wurde ein guter vierter Platz.

Die Anratherinnen lieben offenbar den Nervenkitzel. Im direkten Regionalliga-Duell mit dem TTC Langen reichte ein 7:7 für den Klassenerhalt. Anraths weibliche Zweitvertretung steigt dagegen aus der NRW- in die Verbandsliga ab. Nach dem freiwilligen Rückzug aus der NRW-Liga spielten die Herren in diesem Jahr eine solide Verbandsliga-Saison. Neun Siege, neun Niederlagen und vier Unentschieden reichten am Ende zu Platz sieben. Anrath II belegt in der Landesliga den fünften Platz.

Trotz einer durchwachsenen Saison mit nur drei Siegen aus 18 Spielen steht der Klassenerhalt. Der Sieg gegen Wesel bedeutete die Relegation, doch nach internen Streitigkeiten zogen TTV Hamborn und der Kempener LC ihre Teams zurück. Wenn auch glücklich, spielt Blau-Weiß im nächsten Jahr in der Verbandsliga.

Lange Zeit waren die Kempener in der Verbandsliga das Aushängeschild und kämpften als einzige Mannschaft ernsthaft um Aufstieg und Meisterschaft. Doch hinter den Kulissen brodelte es gewaltig. Spieler und Gesamtvorstand kamen auf keinen gemeinsamen Nenner, finanzielle Fragen spielten eine zentrale Rolle. Die Folge: Kempen zog das Team einen Spieltag vor dem Ende zurück. Das Meisterschaftsfinale gegen den TSSV Bottrop fiel aus. Stattdessen bricht die Mannschaft nun auseinander. Sven Dobisch wechselt als einstige Identifikationsfigur zum Rivalen nach Bockum. Die nominelle zweite Mannschaft übernimmt geschlossen den Part als neue Erste.

Aufgrund der Abmeldungen hatte auch Bockum nichts mit dem Abstieg zu tun. Im nächsten Jahr soll mit Dobisch angegriffen werden. Bockum II steigt nach nur einem Jahr in der Landesliga wieder ab.

Wieder einmal reichte es für Rhenania nicht zum ersehnten Aufstieg in die Verbandsliga. Nach Platz drei im vergangenen Jahr folgte in dieser Landesliga-Spielzeit Platz vier. Gegen die beiden Konkurrenten um Platz zwei, Kelzenberg und Düsseldorf, verlor Rhenania alle vier Spiele. Zu wenig für den Aufstieg.

Déjà-vu für Mülhausen — wie schon in der vergangenen Saison müssen die Grefrather den Weg über die Relegation gehen, um den Klassenerhalt in der Landesliga zu sichern. Gegen die Teams des TV Sürth und der DJK Spfr. Leverkusen kämpft Mülhausen am ersten Mai-Wochenende um den Ligaverbleib. Nur der Gruppenerste kommt durch.