Teutonia St. Tönis ist aus der Erfolgsspur geflogen

Landesliga : Teutonia St. Tönis ist aus der Erfolgsspur geflogen

Das Landesliga-Team von Trainer Bekim Kastrati steckt in einer Ergebniskrise.

Mitte August war die Welt bei Teutonia St. Tönis noch in Ordnung. Die Mannschaft von Trainer Bekim Kastrati hatte zu dem Zeitpunkt die Englische Woche zum Start in die Landesliga-Saison mit dem dritten Sieg im dritten Spiel perfekt abgeschlossen, untermauerte dabei mit Siegen gegen Sterkrade-Nord (3:2) und den 1. FC Mönchengladbach (4:1) seine Ambitionen. Drei Wochen später stecken die St. Töniser in der Krise.

Urlaube, Verletzte, Visa-Probleme – die Liste der Ausfälle ist lang

Auf die Erfolge folgten drei Spiele ohne Sieg und das Abrutschen aus der Spitzengruppe bis auf Rang sieben. Zu wenig für die gehobenen Ansprüche der Teutonia. Kastrati sagt: „Unser Ziel ist es, guten Fußball zu zeigen und oben mitzuspielen.“ Auch wenn keiner das Wort „Aufstieg“ in den Mund nimmt, darf es in der Endabrechnung sicherlich gerne mehr sein als nur „mitspielen“. Das zeigen beispielsweise die jüngsten Transferaktivitäten. Toni Weiß, Rene Jansen, Brian Dollen und Pascal Regnery wurden kurz vor dem Ende des Tranferfensters verpflichtet. Aller vier wechselten von Oberligist SC Union Nettetal nach St. Tönis. „Es ist nicht leicht, zu so einem späten Zeitpunkt noch neue Spieler zu integrieren“, sieht Kastrati in den späten Transfers einen Grund für die negative Serie.

Eine weitere Ursache sind die sich häufenden personellen Ausfälle: Kevin Breuer und Burhan Sahin weilten teilweise im Urlaub, Semih Zeriner sitzt eine Rot-Sperre ab, Jan Siebe und Valerio Parvisi werden voraussichtlich die komplette Hinrunde verletztungsbedingt ausfallen.

Die kolmbianischen Brüder Julian und Santiago Suaterna haben vorerst kein Visum mehr. Kastrati: „Wir haben einen guten Kader mit Jungs, die einen guten Charakter haben. Jetzt gilt es in den kommenden Spielen sowohl unsere fußballerische Qualität als auch die notwenige Mentalität auf den Platz zu bringen. Es muss uns jetzt bewusst sein, dass nur die fußballerische Qualität nicht ausreicht, um zu gewinnen.“ sim

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