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Teutonia belohnt sich nicht für tolle Leistung

Fußball : Teutonia belohnt sich nicht für tolle Leistung

Der Oberligist unterliegt bei der SSVg Velbert 2:3

„Das war die bitterste Niederlage, seit ich Trainer bin“, sagt Bekim Kastrati knapp 24 Stunden nach der 2:3-Niederlage von Teutonia St. Tönis bei der SSVg Velbert am Freitagabend. Der Trainer des Fußball-Oberligisten braucht nach dem Spiel beim Tabellenzweiten mehr Zeit als üblich, um das Geschehen zu verdauen. „Die Niederlage ist extrem bitter für alle Beteiligten, ganz besonders für die Jungs. Gut, dass wir bereits am Freitag gespielt haben, das Verdauen dauert das ganze Wochenende“, so Kastrati, der weiter sagt: „Als Spieler legt man den Fokus nach einem Spiel direkt auf das nächste, als Trainer grübelt man und hinterfragt sich. Deshalb dauert die Aufarbeitung.“

In Velbert konnte der ehemalige Bundesligaprofi wieder auf seinen Kapitän Kevin Breuer bauen und stellte erneut eine Dreierkette, bestehend aus Lukas Stiels, Yoo Jiha und Ioannis Alexiou, auf. Der Matchplan der Teutonia ging in den ersten 35 Minuten blendend auf, die St. Töniser spielten gegen den Aufstiegsaspiranten sehr gut mit und verzeichneten mehrere Chancen. Zehn Minuten vor der Pause ging die Heimelf nach einer unglücklichen Aktion von Teutonias Keeper Felix Burdzik überraschend in Führung. Kastrati stärkt seinem jungen Torwart nach der Aktion den Rücken: „Null Vorwurf bei dem Tor an Felix, er ist ein super Keeper.“

Der zweite Treffer des Abends fiel in der 53. Minute. Einen fragwürdigen Handelfmeter nutzte der Velberter Jesse Weißenfeld zur 2:0-Führung. Doch die Teutonen steckten nicht auf. Kastrati: „Wir waren spielerisch klar besser, uns haben vor dem Tor etwas das Glück und die Entschlossenheit gefehlt.“ Während der Ball aus dem Spiel heraus nicht ins Velberter Gehäuse wollte, konnten sich die Gäste auf die Standards von Breuer verlassen. Der Kapitän legte jeweils zum Anschlusstreffer für Stiels (63.) und Alexiou (81.) vor. Der dritte Velberter Treffer fiel eine Viertelstunde vor dem Abpfiff.

Seine Aufarbeitung muss Kastrati zeitnah beenden, denn das nächste Spiel steht früher als gewöhnlich an. Bereits am Donnerstag, 22. Oktober, kommt mit dem 1. FC Monheim das nächste Top-Team nach St. Tönis.