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Tennisspieler Arthur de Greef - Der Sandplatz-Spezialist

Tennisspieler Arthur de Greef - Der Sandplatz-Spezialist

Arthur de Greef gibt Freitag sein Debüt für BW Krefeld: Gegner ist der Tabellenletzte Blau-Weiß Aachen. Sonntag Heimspiel gegen Rochusclub.

Krefeld. Donnerstag schon hat sich der Tennisspieler Arthur de Greef mit seinem Auto auf den Weg an den linken Niederrhein gemacht. Dort soll der Belgier, der in der Nähe der Hauptstadt Brüssel in Ukkel lebt, am Freitag ab 13 Uhr sein Debüt geben — im Dress des Bundesligisten Blau-Weiß Krefeld.

Es geht gegen den punktlosen Tabellenletzten BW Aachen. Blau-Weiß geht favorisiert ins Duell. Marco Checchinato und Maximo Gonzalez stehen ebenfalls im Kader gegen Aachen. Krefeld wird diesmal ein Top-Quartett präsentieren, anders als in der Vorwoche in Mannheim — wo es dennoch zu einem Punkt reichte. Gestern Mittag schied dann Paolo Lorenzi in Gstaad gegen den Letten Ernests Gulbis 1:2 aus. So kann er am Freitag das Team als Nummer eins anführen. Teamchef Olaf Merkel sagt: „Auf Paolo und seine Zusagen können wir uns zu 100 Prozent verlassen.“

Der 25-Jährige belegt derzeit die Nummer 113 der Weltrangliste, hat auch schon im Davis-Cup für Belgien gespielt. Bei den Swiss Open in Gstaad schied der Rechtshänder vor wenigen Tagen in der Qualifikation aus. Er war die erste Neuverpflichtung für diesen Sommer. Teamchef Merkel sagt: „Er hat sich konsequent nach oben gespielt. Seine Leistungen auf Sand sind sehr konstant. Bisher war er leider durch Turniere verhindert.“

De Greefs Lieblings-Belag ist Sand, dort bezeichnet Merkel ihn als Spezialisten. Doch auch auf Hartplatz hat sich der Belgier schon verbessert. Gerne verschlägt es ihn auch zu Turnieren nach Südamerika. Merkel: „Er trotzt gerne diesen Widrigkeiten. Hitze macht ihm nichts aus.“ Das wird am Freitag in Krefeld jedoch nicht zu erwarten sein. Vereinzelt seien Schauer möglich, Temperaturen bis 21 Grad, so die Vorhersage.

Vor allem aber ist es die unkonventionelle Art, mit der De Greef seine Gegner verwirrt. Merkel: „Er ist unorthodox, schwer zu berechnen. Mal spielt er Stopps, mal Winner, mal ist er defensiv, mal offensiv.“ So ist er für seine Rivalen schwer zu lesen. Das erhofft man sich auch am Freitag. Der zweite Sieg am fünften Spieltag soll her. Und wenn möglich, gibt es am Sonntag im Heimspiel gegen den Rochusclub noch eine Zugabe. Doch so weit denken die Krefelder noch nicht.