SV Oppum: Vorschau auf Saison in der Kreisliga B

Kreisliga B : SV Oppum geht mit Selbstvertrauen in die neue Saison

Serie der Kreisliga B: Der SV Oppum trumpfte in der Rückrunde auf, in der neuen Spielzeit will die Mannschaft jetzt hoch hinaus.

Gäbe es nur die Rückrunde, dann würde der SV Oppum jetzt in der Kreisliga A spielen. Doch den Start in die vergangene Spielzeit verpatzte die Mannschaft, wozu sie wirklich fähig ist, zeigte sich erst nach der Winterpause. Neue Spieler, neuer Trainer – Platz eins in der Rückrundentabelle der Gruppe 2. Oppum gilt daher als Mitfavorit auf den Aufstieg in der Kreisliga B, geht es intern aber langsam an. Fehler aus der Vergangenheit sollen sich nicht wiederholen, dafür steht der erste Vorsitzende Axel Müller ein.

Aktuelle Situation

Im Jahr 2005/2006 spielte Oppum in der Bezirksliga, nahm damals viel Geld in die Hand. Doch als das knapp wurde, ging es dem SV wie vielen Vereinen: Es folgte der Absturz in die Kreisliga B, in der Oppum seit elf Jahren spielt. Müller: „Im Amateurbereich muss man immer gucken, wo man herkommt, das haben wir damals nicht gemacht. Wir haben versucht, den Erfolg zu kaufen, das war nicht nachhaltig. Jetzt gibt es keine finanziellen Abenteuer mehr.“ Stattdessen legt der Verein seit Jahren den Fokus auf die Jugend.

Veränderung

In der Winterpause der vergangenen Saison kamen fünf Spieler vom Linner SV, zudem bot sich die Chance, mit Muzaffer Kalayli einen neuen Trainer zu installieren, der in Vollzeit für die Mannschaft da war. Der Erfolg gab der Mannschaft recht, die daher nahezu identisch in die neue Saison geht. Einzig der Abgang von Spielmacher Seyit Ahmet Isiklar (TDFV Viersen) wiegt schwer, die Hoffnungen liegen auf Anil Arslan, der nach seinem Wechsel zum SV in elf Spielen zwölf Tore erzielte.

Zielsetzung

Die Qualität in der Mannschaft ist vorhanden, der Anspruch des Teams hoch. „Die Truppe hat ausgegeben, ganz oben mitzuspielen“, sagt Müller, der es selber aber eher bescheiden angeht: „Die Mannschaft hat definitiv das Zeug dazu, aber wir geben den Aufstieg nicht als klares Ziel aus. Wenn es passt, dann passt es, aber es gibt mindestens zehn Mannschaften in der Gruppe, die das selbe Ziel haben.“

Nachwuchsarbeit

Im Gegensatz zu vielen anderen Clubs aus dem Kreis hat der SV Oppum in jeder Altersklasse eine Mannschaft vertreten, ist im Nachwuchs breit aufgestellt. Das geht vor allem auf die gute Jugendarbeit aus den vergangenen Jahren zurück. Vorstand Axel Müller dazu: „Das ideale Szenario ist, dass eine Mannschaft von den Bambinis bis zu den A-Junioren zusammenbleibt.“

Die jetzige A-Jugend ist ein Paradebeispiel für diese Strategie, sie machte letzte Saison den Aufstieg in die Kreisleistungsklasse perfekt. Schon während der kommenden Saison können Spieler in den Stamm integriert werden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung