Stall Samt und Seide hofft auf Panoramica

Stall Samt und Seide hofft auf Panoramica

Die Krefelder Besitzergemeinschaft schickt ihre Stute heute im Stadtwald mit Jockey Alexander Pietsch ins Rennen.

Die Besitzergemeinschaft „Stall Samt und Seide“ in Krefeld gibt es seit 1977. Zu den Initiatoren zählte damals der mittlerweile verstorbene Eishockey-Crack Lothar Kremersdorf. Wenn sich morgen im Krefelder Stadtwald im ersten Rennen um die SWK-Card die Startboxen öffnen, werden Samt und Seide-Anteilseigner erstmals ihr neues Pferd im Rennen sehen. Es ist die aus England stammende vierjährige Stute Panoramica mit dem Championjockey Alexander Pietsch im Sattel.

Für einen Erfolg beim ersten Start spricht eine Einschätzung von Trainer Mario Hofer bei der deutschlandweit unter allen Spitzentrainern durchgeführten Umfrage des Info-Dienstes „Galopp Intern“. Hofer: „Die Stute hat viel Talent. Sie wird ihre Rennen gewinnen.“ Verhindern kann das morgen vor allem der Wallach Brander mit Filip Minarik.

Minarik teilte sich das Championat im vergangenen Jahr mit Pietsch im „toten Rennen“ — die Herren meldeten sich krank, als es um eine Entscheidung am letzten Renntag des Jahres. Letzte Siegerin für den Stall Samt und Seite war die in Neuss bei Axel Kleinkorres trainierte Stute La Facella am 26. April 2016 in Köln. Damals ritt Ian Ferguson, der nach seiner Herzerkrankung jetzt in der Rennleitung hospitiert.

Nach seinem sportlich und finanziell erfolgreichen Herbst/Winter-Gastspiel in Dubai reitet der Niederländer Adrie de Vries morgen in fünf der sechs Rennen. Darunter im zweiten Lauf auch den Hengst Schabau. De Vries: „Das könnte mein sicherster Sieger sein.“ Schabau (kölsches Wort für Schnaps) gehört dem Kölner Unternehmer Holger Renz, der seine Pferde bevorzug nach Kölner Begriffen tauft. In der vergangenen Woche gewann die Stute Bützje in Köln, und auf der Trainingsliste stehen noch die Pferde mit den Namen Domstürmer, Klüngel, Leevje, Nubbel und Sion.

Der Busch-Memorial-Sieger 2016 Millowitsch gehört seiner Ex-Frau. Im SWK-Busch-Memorial haben von den sieben Startern noch fünf eine Derbynennung für den 8. Juli in Hamburg. Im vergangenen Jahr traten von den Krefelder Startern im Derby Ming Jung (von Holger Renz) und Colomano an. Sie belegten die Plätze zehn und 13. Der Derbysieger Windstoß lief nicht in Krefeld, aber sein Bruder Weltstar morgen mit Adrie de Vries.

Im fünften Rennen absolviert Tolga Koyuncu (29) im Sattel von Solar Power seinen ersten Ritt in Krefeld nach der Eheschließung mit Stefanie Hofer. Das eigentlich geplante Duell gegen seine Ehefrau vor einigen Wochen in Saarbrücken fiel aus, weil sein Pferd Kreuz As kurzfristig abgemeldet wurde. Bislang hat er elf Rennen gewonnen. Fünf Vereine beteiligen sich am SWK-Familienspaß: der Crefelder Hockey-und Tennisclub, die Krefeld Pinguine, die Handballer der HSG und die Ruderer des CRC 1883. Beim Renn-Club kann man sich auf dem elektrischen Trainingspferd über den Jockeyberuf informieren.

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