Spielabbruch in der Kreisliga B: Einjährige Sperre nach Würgeattacke

Unsportliches Verhalten : Spielabbruch in der Kreisliga B - Einjährige Sperre nach Würgeattacke

Zwei Beschlüsse des Fußball-Kreissportgerichts Kempen/Krefeld lassen aufhorchen. In beiden Fällen betraf es Spiele der Kreisliga B.

Am 6. Spieltag der Gruppe 2 (8. September) verließ der SV Oppum mit einem 3:2-Erfolg gegen den FC Traar die Platzanlage. Zu Unrecht, wie das Sportgericht unter Vorsitz von Reiner Hohn nun feststellte. Es wurde auf Oppumer Seite ein falscher Spieler im Spielbericht eingetragen. Der Spieler ist laut Verband nur für den TDFV Viersen spielberechtigt. Er wurde nun zu einer Sperre von vier Wochen verurteilt. Darüber hinaus wurde der Oppumer Trainer wegen des vorsätzlich Eintrags eines falschen Spielernamens im Spielbericht zu einer Geldstrafe von 200 Euro an den FVN sowie zur Zahlung der Verfahrenskosten von 45 Euro verurteilt. Das Spiel wurde mit 2:0 für den FC Traar gewertet.

Ein weiteres Verfahren betraf den Spielabbruch in der Gruppe 3 zwischen dem Linner SV und dem SC Viktoria Krefeld II. Das Vereinsmitglied Mourad M. des SC Viktoria lief als Zuschauer nach einer Rudelbildung auf den Platz und wurde vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen. Beim Zurücklaufen würgte M. einen Linner Spieler. Die Begegnung wurde darauf von Schiedsrichter Patrick Le Griguer abgebrochen.

Für diesen verschuldeten Spielabbruch muss Mourad M. 100 Euro Strafe an den FVN sowie die Verfahrenskosten zahlen. Darüber hinaus bekommt das Viktoria-Mitglied ein einjähriges Betretungsverbot (bis zum 25. September 2020) für alle Sportanlagen, auf der Teams seines Vereins spielen. Das Spiel wurde 2:0 für Linn gewertet. RZ

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