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Sommer, Sand und gute Laune beim Beachhandball-Cup

Sommer, Sand und gute Laune beim Beachhandball-Cup

Auf der Anlage des SC Bayer Uerdingen siegen „Einer ist keiner“ bei den Männern und „Team Beschämt“ bei den Frauen.

Die große Familie der Niederrhein-Handballer versteht es, beim Sport einfach gescheit zu feiern. Beim sechsten Beachhandball-Cup des SC Bayer 05 Uerdingen herrschte über drei Tage beste Laune und Partystimmung am Löschenhofweg, waren schattige Plätzchen samt Liegestuhl heiß begehrt, aber eigentlich Mangelware. Dennoch kämpften 96 Teams mit mehr oder weniger großem Einsatz um Preise und Platzierungen, doch der Spaß stand eindeutig im Vordergrund. Eingesprungene Pirouetten, Kempatricks, dazu unfreiwillige Slapstick-Einlagen, wenn der Sand nicht so wollte, wie mancher Akteur. Rund um die sechs Spielfelder wurde gefachsimpelt, neueste Spielertransfers unter die Lupe genommen und das Turnier zum Team-Building genutzt.

Domenic Schmidt vom SC Bayer ist für den reibungslosen Turnierverlauf zuständig: „Die Handballer sind ein besonderes Völkchen. Doch in welcher Sportart spielen schon Kreisligateams gegen Halb- und Vollprofis um einen Stadtmeistertitel, und dennoch steht der Spaß im Vordergrund.“ Schmidt samt Helferteam und Julien Thiele vom Bayer Beach Club sind längst an der Kapazitätsgrenze angelangt. Das Mixed-Turnier am Freitagabend wurde nochmals erweitert, doch die Wartelisten in allen Spielklassen sind lang.

Sichtlich beeindruckt zeigte sich Ronny Rogawska, der neue Trainer des Handball-Drittligisten HSG Krefeld: „Der SC Bayer hat hier schon eine tolle Anlage und ein schönes Event auf die Beine gestellt. Der große Andrang, hier mitspielen zu wollen, ist leicht nachvollziehbar.“ Knallgelb neu eingekleidet präsentierte sich sein Team auf dem Beach, ohne dabei eine große Rolle zu spielen: „Wir haben hier keine großen sportlichen Ambitionen. Die Jungs sollen in Bewegung kommen und das möglichst ohne Verletzungen. Und dann geht es ab Montag in die Saisonvorbereitung“.

Neben den Uerdinger Drittligaakteuren nutzte auch Zweitligist TuSEM Essen das Turnier zum Trainingsauftakt. Der Ex-Bundesligist hatte den großen Kader gleich in drei Beach-Teams aufgesplittert, die in der Endabrechnung allerdings ebenfalls keine Rolle spielten. Fast erwartungsgemäß stand bei den Männern Titelverteidiger „das dreckige Dutzend“ im Endspiel. Doch die hatten Rechnung ohne den starken Nachwuchs des TV Oppum gemacht: Das Team „Einer ist keiner“ wurde offizieller Krefelder Stadtmeister. Bei den Frauen setzte sich fast erwartungsgemäß das Zweitligist TuS Lintfort unter dem Namen „Team Beschämt“ durch.