So tickt Fischelns neuer Trainer

Fußball: Fischelns Trainer Wiegers setzt auf Umschaltfußball

Der Neue beim Fußball-Landesligisten spricht über seine Spielidee und die Ziele.

Seit seinen Jugendtagen ist Fabian Wiegers schon Fußball-Trainer. Bis zum vergangenen Sommer hatte er zwei Jahre lang die erste Mannschaft von Bezirksligist Fortuna Dilkrath angeleitet, davor sechs Jahre die Jugend, ehe er im Juli Co-Trainer beim VfR Fischeln wurde. Nach dem Rücktritt von Josef Cherfi wird der 29-Jährige, der die DFB-Elite-Jugendlizenz besitzt, Cheftrainer des Landesligisten, Kevin Enke sein Assistent. Vor seinem ersten Spiel gegen die VSF Amern am Sonntag spricht Wiegers über die Aufgabe.

Herr Wiegers, sind Sie überrascht, dass Sie so schnell Cheftrainer beim VfR Fischeln geworden sind?

Fabian Wiegers: „Es war im Sommer absehbar. Es war bei meiner Verpflichtung abgesprochen gewesen, dass ich den Job irgendwann übernehme. Josef Cherfi ist beruflich sehr eingespannt. Er konnte das Pensum nicht mehr mitgehen. Wir waren vorbereitet. Der Übergang verlief fließend. Der Kontakt ist über meinen Bruder (Innenverteidiger Philipp, d. Red.) gekommen. Der VfR hat einen richtig guten Namen. Es war für mich ein willkommener Schritt.“

Wie ist die neue Aufgabenverteilung im Trainerstab?

Wiegers: „Ich habe die Entscheidungsgewalt. Kevin ist der Co-Trainer. Wir stimmen uns ab. Wir waren in den vergangenen Wochen schon im Training federführend. Ich werde die Inhalte vorgeben, Kevin hat als Ex-Spieler noch eine gute Nähe zu den Spielern. Er ist ein Ansprechpartner für sie. Bei mir herrscht dann eine gesunde Distanz vor. Josef Cherfi wird eine Art Sportlicher Berater sein. Falls Schwierigkeiten auftauchen, wird er eingreifen, mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Wie lassen Sie spielen?

Wiegers: „Ich möchte immer hoch verteidigen. Das Spiel wird auf Konter angelegt, sehr körperlich sein, mit viel Pressing. Es wird ein Umschaltfußball sein. Der Ballgewinn steht im Fokus. Vorne haben wir viele schnelle Leute. Wir gehören fußballerisch zu den besten Mannschaften der Liga, müssen aber kämpferisch und läuferisch die Leistungen bestätigen.“

Was sind die Ziele für die nächsten Monate?

Wiegers: „Wir können in den zwei Spielen bis zur Winterpause nicht mehr viel verändern. Die Jungs sollen das abrufen, was sie am Sonntag gegen Heiligenhaus (1:0-Sieg, d. Red.) gezeigt haben. Wir müssen noch einmal alle Kräfte bündeln. Amern wird ein herausfordernder Gegner sein. Im Winter müssen wir alle fit bekommen. Der Klassenerhalt muss zuerst geschafft werden. Vier bis sechs Punkte bis zum Winter wären schön. Der fünfte oder sechste Platz sollte das Ziel sein.“