Sieg für Molly Sunshine

Zwei Krefelder Pferde landen in Dortmund auf den ersten beiden Plätzen.

Dortmund, Frauenfeld in der Schweiz und Wissembourg in Frankreich waren die Auftrittsorte der Krefelder Galopp-Rennpferde aus den Ställen auf der Stadtwald-Rennbahn. Das Großaufgebot der Krefelder Vollblüter in Dortmund-Wambel war schon im zweiten Rennen erfolgreich. Mit dem vierfachen Champion Eduardo Pedroza im Sattel schaffte die von Mario Hofer trainierte dreijährige Stute Molly Sunshine aus dem Gestüt Auenquelle beim siebten Start ihren ersten Sieg. Souverän sicherte der Reiter aus Panama den Erfolg mit fast drei Längen Vorsprung vor der 29:10-Wettfavoritin Angel Share aus dem Stall von Erika Mäder mit Koen Clijmans. Damit belegten zwei Krefelder Pferde die ersten beiden Plätze im Pakistan-Star-Rennen, benannt nach dem aus dem Gestüt Wittekindshof des Dortmunder Ehrenpräsidenten Hans-Hugo Miebach stammenden, mit 3,7 Mio Euro gewinnreichsten Rennpferd aus deutscher Zucht.

Für Erika Mäder erkämpfte sich die fünfjährige Stute Daktoa Sun mit Michael Caddedu im Viererwetten-Rennen als 208:10-Außenseiterin einen guten zweiten Platz. Es war nach langer Zeit wieder einmal eine vorzeigbare Leistung der schon fünfjährigen Stute aus der Zucht und im Besitz von Andrea Kowalski. Für Erika Mäder endete der Renntag mit zwei zweiten Plätzen. Es klappte nicht ganz mit dem verspäteten Geburtstagsgeschenk für die Präsidentin des Trainer-und Jockeyverbandes. Tapfer schlug sich ihr 307:10-Außenseiter Savile Row mit Koen Clijmans im Großen Preis der Wirtschaft. In dem sehr gut besetzten Europa-Gruppe-III-Rennen (Sieger Degas mit Adrie de Vries) kämpfte der Mäder-Schützling an der Außenseite tapfer. Am Ende reichte es aber nur zu Rang acht unter den zehn Startern. In dieser Klasse kommt das Pferd zumindest momentan nicht klar.

Mario Hofer war gestern zum Schweizer Derby nach Frauenfeld in den Kanton Thurgau gereist. Sein Schützling Cloud Dancer mit Stalljockey Alexander Pietsch belegte den mit 7000 Euro dotierten vierten Platz. Hofer: „Gegen den Sieger French King hatten wir ohnehin wenig Chancen. Das vierte Platzgeld war ein wenig Schmerzensgeld.“ Der Trainer verfolgte von dort nicht nur die Rennen in Dortmund, sondern auch in Wissembourg im Elsaß, wo seine Tochter Stefanie Koyuncu im Sattel der zweijährigen Stute Choupette beim Lebensdebut einen guten zweiten Platz belegte. Im letzten Rennen in Wissembourg gewann Stefanie Koyuncu ein Hürdenrenen mit einem Pferd des Münchner Trainers Michael Figge. Der eigentlich vorgesehene Reiter war nicht erschienen, und die Krefelder Trainertochter sprang mutig ein.

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