Hockey Pro League: Showdown für die Hockey-Herren

Hockey Pro League : Showdown für die Hockey-Herren

Am Sonntag muss gegen Spitzenreiter Australien in Krefeld ein Sieg her.

Krefeld - das stand in den vergangenen Tagen für reibungslose Organisation und spannende Hockey-Länderspiele auf der Gerd-Wellen-Anlage. Allerdings wird Krefeld nun auch auf eine negative Weise in die Geschichtsbücher des Deutschen Hockey-Bundes eingehen. 0:8 hatten die Herren am Mittwochabend gegen Weltmeister Belgien verloren - so hoch wie seit 1913 nicht mehr. Damals hieß es im November 1:9 gegen England. Vor 106 Jahren. Eine hockey-historische Pleite für die ansonsten erfolgsverwöhnten deutschen Herren. Die Mannschaft von Trainer Stefan Kermas steht am Sonntag im letzten Gruppenspiel der Pro League gegen Australien ab 14.30 Uhr enorm unter Druck.

Erneut wird Krefeld der Spielort sein – und es könnte passieren, dass der Name der Stadt wieder genannt werden muss, wenn davon die Rede ist, wo die deutschen Herren die Teilnahme an der Endrunde der Pro League und an der Qualifikationsrunde für die Olympischen Spiele verspielt haben. Kapitän Martin Häner sagt: „Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand. Wir müssen drei Punkte holen, aber das wird schwer genug.“ Die Männer aus Down Under kommen als Tabellenführer in den Stadtwald. Eine echte Nagelprobe für die Deutschen, die gegen Belgien nach einem Rückstand förmlich auseinander fielen. Mats Grambusch: „Wir werden uns untereinander wieder aufbauen und dann ein anderes Gesicht zeigen.“ Das Hinspiel in Hobart hatten die Deutschen mit 2:4 verloren.

Die deutschen Damen von Bundestrainer Xavier Reckinger, die zuletzt einige späte Siege errungen hatten, stehen hingegen kurz vor dem Einzug in die Endrunde in Amsterdam. Mit einem Heimsieg ab 12 Uhr gegen Australien dürfte das Ticket gelöst sein. Dabei sollen diesmal Spielerinnen aufgeboten werden, die zuletzt nicht so oft zum Einsatz gekommen waren. Darunter sind Torhüterin Noelle Rother, aber auch Nele Aring, Nina Notman und Maike Schaunig. Die gebürtige Krefelderin Anne Schröder erhält eine Pause. Kapitänin Janne Müller-Wieland bestreitet ihr 300. Länderspiel.

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