Schneider verlässt die HSG Krefeld verärgert

Schneider verlässt die HSG Krefeld verärgert

Dem Linkshänder lag ein fertiger Vertrag vor, doch er unterschrieb nicht. Dann holte die HSG Ersatz.

Sechs Linkshänder bei der HSG Krefeld waren wohl zu viel des Guten. Denn seit Dienstagabend gehört überraschend Maik Schneider nicht mehr zum Kader des Drittligisten für die in neun Wochen beginnende Saison: „Ich hatte mit den HSG-Verantwortlichen im Januar per Handschlag meine Vertragsverlängerung vereinbart. Nach dem letzten Heimspiel habe ich den schriftlichen Vertrag ausgehändigt bekommen. Doch in den vergangenen Wochen kam es aus verschiedenen Gründen von beiden Seiten nicht zu einem Termin. Die Unterschrift war für mich eine Formalität, denn ich spiele ja schon vier Jahre in Krefeld“, sagte der 29-Jährige zu seiner Lage: „Ich habe nicht damit gerechnet, das eine Unterschrift so wichtig ist“.

Für Schneider, der am Freitag seinen 30. Geburtstag feiert, brannten natürlich die Alarmglocken, nachdem Kevin-Christopher Brüren in der vergangenen Woche als sechster Linkshänder bei den Krefeldern unterschrieben hatte. „Ich bin natürlich enttäuscht, doch ich hatte einfach keine andere Option, als nur für die HSG zu spielen. Ich hatte meinen Vertrag beim Gespräch mit Thomas Wirtz und Ralf Leopold dabei.“

Laut Geschäftsführer Wirtz zerriss Schneider enttäuscht den Vertrag, nachdem das HSG-Duo ihm erklärt hatte, dass die Saisonplanungen ab sofort nicht mehr mit ihm laufen. Wirtz sagt: „Sieben Wochen lag der von uns einseitig unterschriebene Vertrag vor. Wir haben fünf oder sechs Mal hinter Maik hertelefoniert und um die Unterschrift gebeten. Als sich die Möglichkeit dann ergab, auch noch Brüren zu verpflichten, haben wir für die Mannschaft gehandelt, zumal Maik eine komplette Saison nicht fit zur Verfügung stand. Letztlich hat er uns zu lange im Unklaren gelassen.“

Für Schneider, der gerne in der 3. Liga weiter spielen möchte, rennt nun die Zeit davon. Das Telefon jedenfalls stand am Mittwoch nicht still. Schneider sagt: „Ich erhalte viel Zuspruch, doch ich muss die neue Situation erst einmal verdauen und mich orientieren.“